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Düsseldorf
Neues Kuratorium will das Schauspielhaus unterstützen

Düsseldorf: Neues Kuratorium will das Schauspielhaus unterstützen
Die Unterstützer auf dem Dreischeibenhaus. FOTO: Thomas Rabsch
Düsseldorf. Mit der Kampagne "Schauspielhaus 2020" will eine Gruppe einflussreicher Bürger ab Herbst die Sanierung des Theaters vorantreiben. Konkret geht es um die Gestaltung von Foyer und Kasse. Von Dorothee Krings

Das bedeutet Rückenwind für das Theater: Nach den teils quälenden Debatten über die Sanierungskosten des Schauspielhauses und die Notwendigkeit eines Theaters mitten in der Stadt, haben namhafte Bürger ein Kuratorium gegründet. Das soll das Schauspielhaus bei der Sanierung aller öffentlich zugänglichen Bereiche unterstützen. Das Kuratorium will um Spenden werben und mit einer Kampagne ab Herbst dazu beitragen, dass das Schauspielhaus zu seinem 50. Geburtstag im Jahr 2020 im Ensemble des dann neu gebauten "Kö-Bogen II" und des Dreischeibenhauses einen würdigen Platz einnimmt.

Zu den Gründungsmitgliedern des neuen Kuratoriums gehören der Präsident des Düsseldorfer Industrieclubs Joachim F. Scheele, das Unternehmerehepaar Patrick und Katharina Schwarz-Schütte, der Regisseur Sönke Wortmann, der Künstler Thomas Ruff, der ehemalige Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, der Immobilienentwickler und Kunstsammler Gil Bronner, der Vorstandsvorsitzende von Fortuna Düsseldorf, Robert Schäfer, der Chefredakteur der Rheinischen Post, Michael Bröcker sowie Erika Freifrau von Diergardt, Markenfachmann Frank Dopheide, der Jurist Michael Hoffmann-Becking und seine Frau Beate, Ex-Henkelchef Ulrich Lehner, Suzanne Oetker-von Franquet, Kuratorin Isabelle von Rundstedt, der Gründer des Meisterkreises, Clemens Pflanz, sowie Unternehmer Wilhelm Graf von Spee.

Darüber hinaus sind die Banker Rudolf Apenbrink und Michael Meyer als Vertreter der "Freunde des Düsseldorfer Schauspielhauses" Mitglieder des Kuratoriums, sowie die Unternehmensberaterin Bettina Siempelkamp, die auch die Projektleitung übernimmt.

"Wir haben in den vergangenen Monaten die Stadt kennengelernt und die Stadt hat uns kennengelernt, wir haben großes Vergnügen aneinander gefunden und Zutrauen gefasst", sagt Schauspielhaus-Intendant Wilfried Schulz, "dass sich nun aus der Bürgerschaft ein Kuratorium gründet, empfinden wir als Wertschätzung unserer Arbeit und als großen Vertrauensbeweis." Schulz hatte bereits in den vergangenen Monaten viel Rückhalt erfahren, als es darum ging, ob nach der Sanierung der Betriebstechnik, die gerade läuft, auch Dach und Fassade des Theaters renoviert werden sollen. Diese Kosten muss die Stadt Düsseldorf alleine tragen, für die Betriebstechnik zahlt auch das Land NRW als Mitgesellschafter der Bühne. Damals hatte Oberbürgermeister Tomas Geisel (SPD) mit Überlegungen zu möglichen anderen Standorten für das Schauspielhaus eine existenzielle Debatte über die Bedeutung des Theaters entfacht.

In dieser Debatte setzen die Kuratoriumsgründer nun ein Zeichen. Sie wollen sich dafür einsetzen, dass die dritte Sanierungsphase des Theaters gelingt und von den Bürgern mitgetragen wird. Konkret geht es etwa um den Kassenbereich und die Gestaltung des Foyers. Ab September wird das Kuratorium in die Öffentlichkeit gehen. Dann wird auch konkreter werden, welche Lösungen es für die öffentlichen Theaterbereiche geben könnte.

Quelle: RP
 
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