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Düsseldorf
Opferschutz stellt sich im Gericht vor

Düsseldorf. Den "Tag des Kriminalitätsopfers" am Dienstag nimmt der Kriminalpräventive Rat der Stadt zum Anlass, seine Arbeit und die des Opferhilfe-Netzwerks im Justizzentrum an der Werdener Straße (Haltestelle Oberbilker Markt) zu präsentieren.

Eine der Einrichtungen dieses Netzwerks ist die Zeugenbetreuung bei Land- und Amtsgericht. Dort werden Zeugen - und insbesondere Opfer - von Straftaten beraten und informiert.

Gerade für Opfer von Kriminalität ist ein Auftritt im Gericht schwierig: Sie müssen durch die Fragen von Gericht, Anklage und Verteidigung das oft belastende Erlebnis noch einmal durchleben, und vor allem auch dem Täter wieder gegenübertreten. Weil die meisten nicht genau wissen, was sie in einer Verhandlung vor Gericht erwartet, entstehen viele Unsicherheiten und Ängste. Da hilft die Zeugenbetreuung schon im Vorfeld: Die Mitarbeiter erläutern nicht nur den Verfahrensablauf, sondern zeigen auf Wunsch auch den Gerichtssaal und bleiben sogar während der Verhandlung bei den Zeugen. Wie notwendig dieses Angebot ist, belegen die Zahlen: 1222 haben sich voriges Jahr mit Fragen an die Betreuungsstelle gewandt, 518 Zeugen sind durchs Verfahren begleitet worden.

Weitere Anlaufstellen des Düsseldorfer Netzwerks informieren morgen von 9 bis 14 Uhr im Gerichtsfoyer über ihre Arbeit. Einige Kontaktadressen finden Sie auf der nachfolgenden Seite im Interview mit dem Opferschutzbeauftragten der Polizei Düsseldorf.

(sg)
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