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Jungfernfahrt in Düsseldorf
Auf Pokémon-Jagd mit der Straßenbahn

Jungfernfahrt mit der Pokébahn
Düsseldorf. Mit 77 Pokémon-Spielern ist eine Straßenbahn am Donnerstagnachmittag ganz gemächlich durch Düsseldorf gefahren. Die Fahrgäste des Nostalgie-Waggons saßen allesamt vornübergebeugt auf ihr Handy starrend. Schon vor Beginn der Fahrt waren viele aufgeregt.  Von Hanna Gerwig

Ihr Ziel: Während der Fahrt durch Düsseldorfs Innenstadt möglichst viele Pokémon, virtuelle Monsterchen, einzusammeln. Starten sollte die Fahrt um 16 Uhr, viele Spieler waren aber so aufgeregt, dass sie schon eine halbe Stunde vorher am Hauptbahnhof warteten. Für die Spielerinnen Jana Paulowitz und Shari Lux war schon der Kauf der Tickets nervenaufreibend. Immerhin waren diese innerhalb von nur drei Stunden vergriffen. "Wir haben fast die letzten Karten bekommen", erzählte die 21-jährige Jana. "Wir sind förmlich an die Kartenschalter der Rheinbahn gerannt." Für die beiden Freundinnen hat sich die Mühe gelohnt. Über siebzig Fans des erfolgreichen Smartphone-Spiels hatten sich bei der Rheinbahn Karten für die ungewöhnliche Tour erworben. 

Langsam unterwegs

Rheinbahn fährt Pokémon-Spieler durch Düsseldorf FOTO: dpa, dy; tmk

Besonders das stark gedrosselte Tempo der Oldiebahn kam bei den leidenschaftlichen Jägerinnen gut an. Denn Pokémon treiben sich nicht nur an allen Ecken der Stadt herum, sondern können auch ausgebrütet werden. Dafür muss sich der Poké-Trainer fortbewegen - und zwar mit einer Geschwindigkeit von unter 25 km/h.

Heike Schuster und Martyna Malachowski aus der Unternehmenskommunikation der Rheinbahn freuten sich über die Begeisterung der Spieler. Immerhin war es ihnen gelungen, die Fahrt in wenig mehr als einer Woche zu organisieren. Auch Pressechef Georg Schumacher war vom Einsatz seiner Kolleginnen beeindruckt. Selber ist er zwar kein aktiver Pokémon-Go-Spieler, interessiert an dem Treiben der jungen Menschen ist er trotzdem: "Auch die Rheinbahn darf mal für einen Spaß zu haben sein." Fällt die Bilanz aus der ersten Fahrt positiv aus, kann er sich sogar eine Wiederholung der Tour vorstellen.

Die Pokémon-Bahn wird vorbereitet FOTO: Hanna Gerwig

Eine kleine Enttäuschung gab es für die Spieler doch: Anders als angekündigt, war die Pokémon-Bahn kaum dekoriert. Grund waren die fehlenden Markenrechte an den Pokémon-Aufklebern. Die Mehrheit der Spieler fand das aber unwichtig. Der Blick ging sowieso nur aufs Smartphone. 

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