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Düsseldorf
Riesenrad: Tierschutzpartei beschwert sich

Düsseldorf. Die Ratsfraktion Freie Wähler/Tierschutzpartei will weiter eine Sondersitzung des Stadtrats wegen angeblicher Schäden für Tiere durch das Riesenrad an der Kö erzwingen. Wie sie mitteilte, hat sie über einen Anwalt die Bezirksregierung eingeschaltet. Die soll Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) zwingen, die Sitzung einzuberufen. Die Tierschützer befürchten insbesondere Probleme durch die Beleuchtung. Von der Stadt heißt es weiter, man sehe eine Ratssitzung als vermeidbar an, da das Thema auch in Fachausschüssen besprochen werden kann. Die Stadtverwaltung hat es auf die Tagesordnungen der Sitzungen von Ordnungs- und Verkehrsausschuss sowie Umweltausschuss für die kommende Woche setzen lassen.

Das Umweltamt hatte das Riesenrad auf dem Corneliusplatz für die Zeit vom 18. Januar bis 31. März genehmigt. Auf Auflagen für den Artenschutz verzichtete die Behörde mit Blick aufs Umfeld: "Auch heute sind alle umliegenden Gebäude und Straßen stark beleuchtet", heißt es. Zudem habe sich dort für acht Jahre die zentrale Baustelle für die Wehrhahn-Linie befunden. Es gilt aber Nachtruhe von 22 bis 10 Uhr.

Der Direktor des benachbarten Hotels Steigenberger, Carsten Fritz, lobt die Gesprächsbereitschaft von Riesenrad-Betreiber Oscar Bruch. Der habe ihm zugesichert, bei möglichen Beschwerden von Hotel-Gästen zu weniger Beleuchtung bereit zu sein. Fritz hat kein Verständnis für den Ärger rund ums Riesenrad. "Sonst wird immer beklagt, dass das Stadtmarketing nichts tut", sagt Fritz. "Das Riesenrad ist eine tolle Sache, und es ist schade, dass so viel Negativstimmung gemacht wird."

(arl)
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