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Düsseldorf
Schäuble beim Martinsmahl der Bauindustrie

Düsseldorf. Die Gastgeber zitterten bis zuletzt. Doch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kam trotz angespannter Sicherheitslage zum traditionellen Freundschaftsmahl St. Martin der nordrhein-westfälischen Bauindustrie ins Maritim-Hotel. "Dass Terror ein Mittel ist, um Krieg zu führen oder um Ideologien durchzusetzen, ist nicht neu in der Geschichte. Asymmetrische Kriegführung haben wir schon nach 9/11 diskutiert", sagte Schäuble in seiner Rede. "Wir erleben ein Rendezvous mit der Globalisierung." Auch Migrationsbewegungen seien lange unterschätzt worden. Aber Europa sei nicht Teil des Problems, sondern die Lösung. "Sollen wir Grenzen kontrollieren? Und wo denn?" 3500 Kilometer Landgrenzen ließen sich nicht schließen. Man müsse in Europa eine Lösung für die Außengrenzen finden: "Es ist eine europäische Aufgabe."

Schäuble sprach auch über Infrastrukturausgaben, scherzte zudem gut aufgelegt über das Thema Ingenieurskunst. "Gemessen an der Bauzeit für den Kölner Dom haben wir beim Hauptstadtflughafen noch Zeit." Gut gelaunt war auch der Chef des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters: Er freute sich über die traditionelle Spende des Verbands, immerhin 45.000 Euro.

Quelle: RP
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