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Schulalltag im Auge behalten

Bei der Verwendung von Superlativen ist in aller Regel Vorsicht geboten. Doch beim Thema Schulbau ist es wohl zutreffend, wenn Rathaus-Chef Thomas Geisel von der größten Bildungsinvestition in der jüngeren Stadtgeschichte spricht und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche das Dürer-Kolleg ein Jahrhundertprojekt nennt. Schwamm drüber, dass Pädagogen und Schüler 13 Jahre darauf warten mussten. Investitionen von 700 Millionen Euro (bis 2023) suchen bundesweit ihresgleichen. Dabei ist das Ende der Ausgaben noch gar nicht in Sicht. Allein die Rolle rückwärts zum neunjährigen Gymnasium wird noch einmal mehr als 100 Millionen Euro kosten. Ob die Finanzierung tatsächlich aus dem Kernhaushalt und aus Mitteln der städtischen Holding gestemmt werden kann, wird man beobachten müssen. Die Mahnung, über die Millionen-Projekte die Unzulänglichkeiten (marode Räume, fiese Toiletten) an einigen Standorten nicht aus den Augen zu verlieren, ist ernst zu nehmen. Genau wie der Ärger darüber, dass an Schulsekretärinnen und -hausmeistern gespart wird. Die Einsparungen sind vergleichsweise gering, die Folgen dagegen weitreichend.

Quelle: RP
 
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