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Düsseldorf
Schulbau: Wer hoffen darf, wer warten muss

Düsseldorf: Schulbau: Wer hoffen darf, wer warten muss
Gehört zu den Pilotprojekten der neuen Schulbaufirma: das Heinrich-Hertz-Berufskolleg in Bilk. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Wie das Rathaus auf steigende Schülerzahlen, fehlende Fachräume und Sanierungsstau reagiert, steht in einer Vorlage, die am 30. April in Ausschüssen und im Rat beraten wird. Von Jörg Janssen

Die Stadt steht beim Thema Schulen unter Druck. Am Freitag wollen Oberbürgermeister Thomas Geisel und Schuldezernent Burkhard Hintzsche erklären, wie sie eine gute schulische Versorgung sicherstellen wollen. Eine Woche später sollen im Rat aus den Ankündigungen bereits Beschlüsse werden. Die wichtigsten Vorhaben im Überblick.

Grundschulen Die Schülerzahlen steigen schneller als erwartet. Die Stadt rechnet bis 2020 mit mindestens 6000 Jungen und Mädchen zusätzlich. Unmittelbare Auswirkungen hat das nicht nur auf die Gymnasien (wir berichteten), sondern auch auf die Grundschulen. Mehr Züge, also mehr Klassen pro Jahrgang, sind laut Verwaltungsvorlage an folgenden Standorten geplant: Die städtische katholische (KGS) Carl-Sonnenschein-Schule an der Graf-Recke-Straße wächst bereits zum kommenden Schuljahr um zwei auf künftig vier Züge; die KGS Essener Straße läuft ab 2016/17 drei- statt zweizügig. Zum gleichen Zeitpunkt erhält auch die städtische Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Max-Halbe-Straße (bislang zweizügig) eine zusätzliche Klasse. Außerdem wechselt die St. Rochus-Schule an den Standort Gneisenaustraße (frühere Hauptschule) und wird mittelfristig dreizügig.

Etatmittel Für die Erhöhung der Klassenzahl pro Jahrgang an den Grundschulen und an den Gymnasien sollen im laufenden Jahr zwei Millionen Euro "für bauliche Sofortmaßnahmen" sowie vier Millionen Euro "für Planungsleistungen" etatisiert werden. "Sollte darüber hinaus ein Bedarf entstehen, wird der Kämmerer ermächtigt, weitere Mittel zur Sicherstellung des Unterrichtsbetriebes bereitzustellen", heißt es in der Beschlussvorlage. Insgesamt schlagen die Ausbaumaßnahmen an den Grund- sowie an den weiterführenden Schulen mit rund 68 Millionen Euro (bis 2019) zu Buche. Allerdings ist das nur ein Kostenrahmen, "so dass Abweichungen von bis zu 40 Prozent möglich sind".

Pilotprojekte Darüber hinaus soll die eigens eingerichtete Schulbaufirma Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) bald ihre ersten Projekte abwickeln. Auf der Liste ganz oben ("erster Schritt") stehen Maßnahmen an sieben Schulen. Dies sind: Neubau eines viergeschossigen Erweiterungsbaus am Heinrich-Hertz-Berufskolleg (geschätzte Gesamtkosten: 15,5 Millionen Euro); Sanierung (u. a. PCB) an der Dumont-Lindemann-Schule (4,7 Millionen Euro); Mensaausbau an der Werner-von-Siemens-Realschule (455 000 Euro); Sanierung des Mensa- und Aula-Traktes Theodor-Andresen- und Franz-Marc-Förderschulen (1,8 Millionen Euro); Erweiterungsbau für Klassen- und Ganztagsräume an der Wichernschule (1,5 Millionen Euro laut Schätzung von 2011); Montessori-Grundschule Farnweg (Sanierung Bestand sowie Erweiterungsbau - 3,4 Millionen Euro); Dachgeschoss-Ausbau an der Grundschule Kronprinzenstraße (Schätzung liegt noch nicht vor). Insgesamt gibt es in der Pilotphase zehn Schulprojekte mit Kosten von voraussichtlich 60 Millionen Euro. Die Stadt geht davon aus, dass mit Hilfe der neuen IPM unter dem Strich mehr Maßnahmen geplant und umgesetzt werden können.

Quelle: RP
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