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Lokalsport
Fortuna verliert nach Trainerwechsel

Düsseldorf. In der ersten Partie nach der Trennung von Heike Stanowski mussten die Handballerinnen im Oberliga-Spitzenspiel gegen den TV Aldekerk eine 21:27-Niederlage einstecken. Die ART-Herren gewinnen in Gladbach 34:33. Von Michael Hinzmann

Turbulente Tage lagen hinter den Oberliga-Handballerinnen der Fortuna, als sie am Sonntagnachmittag als Zweiter den Tabellenführer TV Aldekerk zum Spitzenspiel empfingen. Obwohl sie sich in der Anfangsphase unbeeindruckt vom Chaos der letzten Woche zeigten, unterlag das Team den Gästen am Ende verdient mit 21:27.

Am Sonntag zuvor war durch eine 25:27-Niederlage gegen die SG Überruhr eine imponierende Serie von 34 Siegen in Folge in der Meisterschaft zu Ende gegangen. Davon ließ sich die Mannschaft jedoch nicht aus der Bahn werfen, sondern kehrte postwendend in die Erfolgsspur zurück und stieß am Dienstagabend den neuen Spitzenreiter SV Straelen mit einem 25:21-Sieg wieder vom Thron. Am Donnerstagabend erfolgte dann völlig überraschend die Trennung von der langjährigen Trainerin Heike Stanowski, für die nun Ina Molidor als Spielertrainerin die Zügel in der Hand hat.

Für Co-Trainer Klaus Allnoch, der zugleich stellvertretender Abteilungsleiter ist, hat die jüngste Niederlage gegen den TV Aldekerk nur wenig mit dem Auf und Ab der letzten Tage zu tun: "Ina Molidor hat für eine positive Grundstimmung gesorgt. Aber heute war nicht mehr drin. Aldekerk hat das wirklich sehr gut gemacht, während unsere Fehlerquote letztlich zu hoch war. Wir haben 20 Minuten lang ein gutes Spiel gezeigt, das reicht gegen solch einen starken Gegner aber nun Mal nicht zum Sieg."

Bis zum 7:7 entwickelte sich ein echtes Spitzenspiel auf Augenhöhe, bei dem die Fortuna vorne ihre Chancen geduldig suchte und nutzte. Mit einem Mal war jedoch die Treffsicherheit und der unbeschwerte Schwung verloren. Aldekerk nutzte dies konsequent, um mit schnellen Gegenstößen auf 12:7 davon zu ziehen und diesen Vorsprung mit in die Pause (14:9) zu nehmen. Im zweiten Durchgang änderte sich dann nicht mehr viel an diesem Abstand. Die Fortuna konnte maximal auf vier Treffer verkürzen, während der größte Aldekerker Vorsprung sogar acht Tore betrug. Am Ende gab sich Allnoch kämpferisch: "Ich bin zuversichtlich, dass die Niederlage keine Vorentscheidung um die Meisterschaft war. Schließlich gibt es noch ein Rückspiel."

Borussia Mönchengladbach - ART Düsseldorf 33:34

Weiter auf dem Vormarsch ist in der Handball-Oberliga der ART durch den nun schon fünften Sieg in Folge. Durch einen 34:33-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach hielten sie den direkten Konkurrenten auf Distanz und setzen sich in der Spitzengruppe der Liga hinter den führenden Mannschaften der HSG Bergische Panther und des TV Aldekerk fest.

Die Rather bestimmten mehr oder weniger klar das Geschehen in der Jahnhalle. Mit effektiv abgeschlossenen Angriffen und einer gutorganisierten, engagierten Deckung, hinter der ein erneut souveräner Jascha Schmidt im Tor stand, erspielte sich der ART in der ersten Viertelstunde über ein 4:2 einen beruhigenden Vorsprung (11:6) und nahm diesen mit 16:11 auch in die Halbzeit.

Borussias Trainer Tobas Elis reagierte daraufhin und ging mit einer offensiveren 5:1-Deckungsformation in den zweiten Durchgang. Dies brachte die Mönchengladbacher zunächst wieder auf 16:18 heran. Danach hatten sich die Gäste jedoch auf die neue Situation eingestellt und zogen erneut auf fünf Treffer (27:22) davon. In der Schlussphase machten sie es dann aber unnötig spannend, als sie sich Zeitstrafen einhandelten und die Mönchengladbacher zurück ins Spiel holten. Diese witterten Morgenluft und waren öfters ganz dicht daran, die Partie noch zu kippen, schafften den Ausgleich aber nicht mehr.

"Ich bin einfach nur glücklich", freute sich ART-Trainer Dusko Bilanovic über den vierten Sieg in Folge unter seiner Regie. "Mit der Leistung bin ich natürlich zufrieden. Ich bin immer zufrieden wenn wir gewinnen. Aber wir müssen lernen, dass wir in der Schlussphase viel ruhiger und cleverer spielen müssen, wenn wir in Führung liegen. Wir brauchen unsere Angriffe dann nicht so schnell abzuschließen."

Einen Einstand nach Maß feierte Rückkehrer Bastian Arnaud mit vier Treffern. In der laufenden Saison geholt, hatte der Kreisläufer 2013 großen Anteil am Klassenerhalt des ART. Danach wechselte der zum TV Großwallstadt und spielte zuletzt für den TSV Bayer Dormagen.

Quelle: RP
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