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Lokalsport
Klaus Leuschner setzt auf das Wir-Gefühl

Düsseldorf. Der 52-Jährige ist neuer Coach des FC Tannenhof, Aufsteiger in die Fußball-Kreisliga A.

Am Ende der Saison 2013/14 stand der FC Tannenhof als Meister der B-Liga fest. Mit Klaus Leuschner als Trainer war der Fußballverein von der Vennhauser Allee ohne Niederlage Erster und damit Aufsteiger in die Kreisliga A geworden. Leuschner indes gab sein Amt mit der Begründung, mehr Zeit für die Familie haben zu wollen, auf. Es folgten Zlatko Mustedanagic, mit dem die Tannenhofer als Neuling einen respektablen achten Rang erreichten. Ein Jahr später kam man dann sogar als Sechster und damit qualifiziert für die neue eingleisige A-Liga ins Ziel.

Für Armin Lahrmann, Nachfolger von Mustedanagic an der Seitenlinie, war damit seine Arbeit auf der Sportanlage unmittelbar am Unterbacher See beendet. Der neue Trainer ist auch wieder der alte. Denn im dritten Jahr in der A-Klasse trägt wieder Leuschner, der nach eigenen Aussagen seine Trainertätigkeit eigentlich als beendet ansah, die sportliche Verantwortung.

Fragt man ihn, ob denn seine Familie ihn jetzt nicht mehr so sehr brauche wie damals, anwortet der 52-Jährige ehrlich: "Sie braucht mich heute eher noch mehr. Aber der Vorstand von Tannenhof hat mich so lange bekniet, bis ich zugestimmt habe." So ganz wohl sei ihm nicht dabei, fügt er genauso ehrlich noch an.

Er gibt aber auch zu, dass seine Skepsis dem Traineramt gegenüber nach den ersten Trainingseinheiten schon etwas verflogen sei. "Als ich erlebt habe, mit welcher Begeisterung die 20 jungen Leute, von denen die meisten bereits früher mit mir trainiert haben, bei der Sache waren, habe ich schon wieder optimistisch auf mein Amt geschaut."

Besonders imponiert hat ihm auch, dass die Tannenhofer Spieler kaum mit Zuwendungen durch den Verein rechnen können. "Die müssen wirklich alles selbst bezahlen", beschreibt er die Situaon dort und baut darauf, dass gerade so ein ausgeprägtes "Wir-Gefühl" entsteht - für Leuscher ein ganz wichtiger Baustein zum Erfolg.

Nicht mehr zum Team aus Tannenhof zählen Haris Dedic (DSV 04) und Marcel Groß (TuS Gerresheim). "Ohne Zweifel ist der Weggang der beiden Stammspieler ein Verlust", betont Leuschner. Dafür hat er ganz bewusst junge Spieler verpflichtet. Torhüter Kevin Mailath (DSV 04), Timo Korkisch (Sportring Eller) und Raphael Conesa von Sparta Bilk sind alle Anfang zwanzig.

Für die Routine im Kader ist der jetzt 36-jährige Soner Dirim zuständig. Dem Verein die Treue gehalten haben die drei Eßer-Brüder Denis, Dominik und Kevin. "Die ersten drei Spieltage mit Begegnungen gegen die Bezirksliga-Absteiger Rot-Weiß Lintorf, SV Hösel und Mitfavorit Sportfreunde Gerresheim haben es in sich und werden ein Hinweis darauf geben, ob wieder ein einstelliger Tabellenplatz möglich ist, prophezeit Leuschner.

(mjo)
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