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Lokalsport
Turu gelingt zu Hause der Befreiungsschlag

Düsseldorf. Der Fußball-Oberligist gewinnt das Derby gegen Ratingen 04/19 mit 2:1. Mit demselben Ergebnis kehrt der SC West aus Meerbusch zurück. Von Manfred Johann und Christoph Zabkar

Turu - Ratingen 04/19 2:1. Turus Formkurve zeigt weiter nach oben. Was sich bereits vor einer Woche beim 4:0-Erfolg in Cronenberg gezeigt hatte, bestätigten die Oberbilker mit einer erneut verbesserten Leistung gegen Ratingen 04/19. Die Zuschauer sahen den stärksten Auftritt der Turu in dieser Saison, was auch Trainer Fank Zilles bestätigte: "Mentalität und Einstellung haben heute gestimmt."

Besonders starken Beifall gab es bei den drei Treffern der Partie, wobei einer schöner als der andere war. Nach einer schwachen Anfangsphase kam Turu besser ins Spiel und ging nach einem stark vorgetragenen Angriff in Führung. Shunsaku Fujita hatte von links quer in den Strafraum zu Benjamin Schütz gespielt. Dessen Ablage kam über Robin Beckers zu Robert Norf. Der stärkste Düsseldorfer an diesem Tag hatte sich freigelaufen und ließ mit einem Schuss aus kurzer Entfernung Torwart Dennis Raschka keine Abwehrchance. Nach der Pause erhöhten die Gäste ihre Angriffsbemühungen und kassierten prompt ein Kontertor. Phil Spillmann verlor an Turus Strafraum den Ball. Maximilian Nadidai trieb das Spielgerät nach vorne, das über Umwegen bei Kapitän Philip Lehnert landete - 2:0 für die Turu. Kurz darauf scheiterte Norf mit einem spektakulären Seitfallzieher aus 14 Metern am Pfosten.

Ratingens Anschlusstreffer in der 83. Minute bekam von Turus Trainer Zilles das Prädikat Weltklasse verpasst. Mit einem Fallrückzieher vom Elfmeterpunkt verkürzte Emrah Cinar auf 1:2. Zu mehr reichte es für Ratingen nicht.

TSV Meerbusch - SC West 1:2. Für SC-West-Keeper Sebastian Siebenbach war der Sonntagnachmittag mit Schwerstarbeit verbunden. Bei der Chancenvielfalt des TSV Meerbusch musste der "Schnapper" der Düsseldorfer nicht nur seine besten Reflexe auspacken, sondern hatte am Ende wohl auch mehr Ballkontakte am Fuß als mancher Feldspieler. Und obwohl sich der SCW tief in die eigene Hälfte einschnüren ließ und beim Spielaufbau gefühlt mehr Raumverlust als Raumgewinn erzielte, fuhr die Elf von Marcus John einen knappen Sieg ein. "Wenn ich das Spiel positiv verkaufen will, kann ich es nur über die kämpferische Leistung tun", urteilte der Trainer. Doch neben dem beherzten Einsatz war auch die Chancenverwertung sehr ordentlich. Ein geniales Solo von Shunya Hashimoto, der den Ball vom Sechzehner-Eck ins Tor schlenzte, brachte den SCW in Führung (12.), ehe eine Slapstick-Ecke den völlig überraschten Tim Kosmala im Gesicht traf und von dort ins Tor prallte (74.).

Dass der TSV trotz zahlreicher Paraden Siebenbachs doch noch zum Torerfolg kommen sollte, lag wiederum an der Elfmeterseuche des SCW, der in sieben Spielen bereits den sechsten Strafstoß verschuldete. Anschließend blieb Meerbusch im Pech, weil Sergen Sezen mit einem Volleyschuss nur die Latte traf und Elfmeterschütze Dennis Schmidt aus kürzester Entfernung am Tor vorbei schoss .

Quelle: RP
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