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Lokalsport
Tusa 06 verliert auch das Rückspiel gegen Büderich

Düsseldorf. Die Hypothek war für Tusa 06 vor dem Relegations-Rückspiel gegen den FC Büderich schon enorm. Vier Tore hätte die Mannschaft von Trainer Nermin Ramic gebraucht, um nach dem 0:3 im Hinspiel noch den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga zu realisieren. Die Hoffnung hielt genau 32 Minuten, ehe Fabian Gombarek nach einem kapitalen Schnitzer von Tusa-Keeper Nicolas Lehsau auch die letzten Hoffnungen der Fleher zunichte machte. Am Ende hieß es 2:0 für die Meerbuscher.

"Man muss schon neidlos anerkennen, dass Büderich eine sehr gute Mannschaft hat", sagte Ramic. "Wir haben den Aufstieg, glaube ich, bereits in den ersten 45 Minuten bei uns zu Hause verpennt. Da hatten wir zu viel Respekt und zu viel Angst." Davon war auf dem Büdericher Kunstrasen, zumindest in der ersten Hälfte, nichts zu sehen. Ramic hatte seiner Elf einen aggressiven und offensiven Matchplan mit an die Hand gegeben, der die weitgehend passiven Gastgeber sichtlich überraschte. Allerdings fehlte es den Distanzschüssen von Daniel Mehrsadeh (9./23.) an Wucht und dem Kopfball von Benedict Stoffels (21.) an Präzision.

So entschied schließlich ein individueller Patzer die insgesamt doch relativ schwache Partie. Erst unterlief Philipp Lojewsky im Spielaufbau ein Fehlpass, dann konnte Lehsau den darauffolgenden Steilpass von Julian Eichholz auf dem rutschigen Geläuf nicht festhalten, so dass Gombarek keine Probleme hatte, den Ball im leeren Tor unterzubringen. Zwar verpasste Ramic damit die endgültige Krönung nach drei höchsterfolgreichen Jahren bei den "06ern", dennoch überwog für den 39-Jährigen letztlich das Positive. "Ich bin extrem stolz, dass wir mit unseren bescheidenen Möglichkeiten so viel erreicht haben. Wir sind schon mehr als eine Mannschaft gewesen", erklärte er. In der Summe steht eine Vize- sowie eine Meisterschaft zu Buche.

Nun wird Peter Vogel versuchen, in der nächsten Saison Ramics Werk zu vollenden. Der erfahrene Coach wird in jedem Fall eine intakte Mannschaft übernehmen, deren Potenzial noch nicht gänzlich ausgeschöpft ist. Ob das Team jedoch wirklich komplett zusammenbleibt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

(lonn)
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