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Neue Regeln
Stadt Düsseldorf schafft rund 1000 neue Kita-Plätze

Neue Regeln: Stadt Düsseldorf schafft rund 1000 neue Kita-Plätze
Gehen mit Freude in die städtische Kita an der Stürzelberger Straße in Lörick (v. l.): Anna-Lina (4), Albert (4) und Valentin (2). FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Mit neuen Kontrollen hofft die Stadt Düsseldorf, die hohe Zahl von Vollzeit-Betreuungen den wirklichen Bedürfnissen der Eltern anpassen zu können. 1000 zusätzliche Plätze sollen geschaffen werden. Außerdem werden die Regeln für die Platzvergabe und die Abrechnung geändert. Tageseltern müssen ihre Zeiten dokumentieren. Von Jörg Janssen

Die Herausforderung 

Die Zahl der Plätze steigt, und auch die Betreuungsquoten verbessern sich. Dennoch bleiben Einwohnerprognosen von bis zu 660.000 Menschen eine Herausforderung. "Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, errichten wir mindestens bis 2021 neue Kindertagesstätten und bauen vorhandene aus und um", sagt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

Die U3-Betreuung

Für Kinder unter drei Jahren wird es nach der Planung für 2017/18 knapp 5400 Plätze in öffentlich geförderten Tagesstätten der Stadt und der freien Träger geben - ein neuer Höchststand. Zum Vergleich: 2013/14 hatte es erst 4342 Plätze gegeben. Ähnlich sieht es bei der Tagespflege aus. Hier steigt die Zahl von 1705 auf bald 2850.

So lange haben die Kitas in der Region geöffnet

Insgesamt wird es im kommenden Kita-Jahr für Jungen und Mädchen zwischen eins und drei fast 8900 Betreuungsangebote im Stadtgebiet geben, was einer Quote von 47,8 Prozent entspricht. Im westdeutschen Vergleich kann sich das sehen lassen. "Hätten wir seit 15 Jahren kein Bevölkerungswachstum, läge diese Quote bei 58 Prozent und damit in der Nähe der Marke, mit der wir die Nachfrage decken könnten", meint Hintzsche.

Die Ü3-Betreuung

In den geförderten Einrichtungen (klassische Kita) wird es mehr als 17.300 Plätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren geben. Mit 103,2 Prozent Quote wird der Bedarf komplett gedeckt.

Die neuen Regeln

Klicken Eltern im Kita-Navigator eine 45-Stunden-Betreuung an, müssen sie das künftig begründen. Angekreuzt werden kann unter anderem folgender Satz: Eine Erziehungsperson ist mehr als 30 Stunden beschäftigt und die zweite mindestens 19 Stunden oder arbeitssuchend. "Uns reicht die Angabe als solche, Nachweise verlangen wir nicht", sagt Jugendamtsleiter Johannes Horn. Genauer in den Blick nimmt das Rathaus die Tagesmütter. Sie müssen ihre Leistungen dokumentieren und einen Beleg unterschreiben. "Ein Blatt pro Kind und Monat, das ist zumutbar", sagt Hintzsche.

Hintergrund sind Berichte von Eltern, die zum Beispiel 42 Stunden mit einer Tagesmutter vereinbart, ihr Kind aber nur 35 Stunden pro Woche bringen dürfen, weil auf Vor- und Nachbereitungszeiten verwiesen wird. "Es geht um öffentliche Förderung, da müssen wir genau hinzuschauen", sagt Horn. Hintergrund: Das durch Erhöhung des 35-Stunden-Anteils frei werdende Personal käme neuen Kita-Standorten zugute.

Quelle: RP
 
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