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Wohltätigkeit
63 Teams trainieren für Benefiz-Regatta

Düsseldorf. Juliane Mühlhaus, Christian Mücke, Lorenz Drozda und Henning Groß sind beeindruckt. "Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Koordination bedarf. Ich dachte, du setzt dich rein und irgendwann kommst du an", meinte Mücke schmunzelnd. In der Vorbereitung auf die Benefizregatta "Düsseldorf am Ruder" (3. September) zugunsten der Krebsgesellschaft NRW saßen er und seine drei Mitstreiter zum ersten Mal in einem Ruderboot.

"Das erste Training war ein Desaster", sagte Mühlhaus. "Jetzt, nach der dritten Einheit, merkt man den Unterschied." Das Quartett kommt von der Hochschule für Gesundheit in Bochum. Wären sie Betriebswirtschaftler, hätten sie die Trainingseinheiten beim RC Germania im Düsseldorfer Hafen wohl nicht in Angriff genommen. Für insgesamt viereinhalb Stunden auf dem Wasser waren sie mehr als sechs Stunden per Auto unterwegs. Sie bereuen es aber nicht. "Eine falsche Bewegung macht sich sofort negativ im Fluss des Bootes bemerkbar. Unsere Steuerleute vom Verein, die uns auch trainiert haben, haben uns ganz genau erklärt, was passiert, wenn etwas passiert, das nicht passieren soll", so Mühlhausen. Der Senat der Hochschule steht voll hinter dem Engagement der Crew. So bezahlt der Arbeitgeber die Startgebühr und auch die Produktion für das "Wettkampf-T-Shirt". "Als ich dem Kanzler von der Idee erzählte, war er sofort bereit, uns zu helfen", berichtet Mücke. "Wer, wenn nicht Institutionen, die aus dem Gesundheitsbereich kommen, sollten die Benefizregatta für Menschen mit Krebs unterstützen?"

Insgesamt haben sich 63 Vierer-Crews aus den verschiedensten Organisationen für den Sprintwettkampf über 250 Meter gemeldet. Damit ist die Regatta ausgebucht. Mit dem Erlös werden Projekte der Krebsgesellschaft NRW unterstützt, die krebserkrankten Menschen unmittelbar zu Gute kommen. Und die Benefizregatta verändert manchmal den Blick auf die Welt. "Ich schaue mir jetzt auch Rudern bei den Olympischen Spielen an", gesteht Mühlhausen.

(tino)
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