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Meine Stadt
Beate Knappe zeigt ihre Lieblingsorte

Meine Stadt: Beate Knappe zeigt ihre Lieblingsorte
Beate Knappe verbringt oft ihre Mittags- oder Kaffeepause im Café Hüftgold und genießt den Blick in den Stadtteil Flingern. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. In diesem Jahr feiert Beate Knappe ein Jubiläum. Vor 50 Jahren nämlich begann sie ihre Lehre zur Fotografin. Die nun 64-Jährige ist selbst überrascht, dass die Jahrzehnte so schnell vergingen. "Mir scheint, als sei es gerade eben gewesen", sagt sie. In Mettmann begann sie mit der Ausbildung, in Düsseldorf machte sie die Prüfung. Heute führt sie ihr eigenes Fotostudio an der Birkenstraße und kann auf eine erfolgreiche Laufbahn zurückblicken.

Für Stern, Spiegel und Brigitte hat sie fotografiert. Prominente wie Gorbatschow und Hannelore Kraft rückte sie ins rechte Licht. Auch Inge Meysel und Gustav Knuth gehörte zu ihren Kunden. "Beide haben mir nach dem Foto-Shooting geschrieben, wie zufrieden sie mit den Bildern sind", sagt Beate Knappe. Doch nicht nur Schauspieler und Politiker gehören zu ihren Kunden. "Ganz normale Leute zu fotografieren finde ich spannender", sagt sie und ist dauernd in Düsseldorf und Umgebung zu Kunden unterwegs. Der RP verrät Beate Knappe ihre fünf Lieblingsorte in Düsseldorf.

Hüftgold Das Café an der Ackerstraße ist nur wenige Schritte von ihrem Studio entfernt. "Früher war das Haus eine hässliche Ecke, nun gibt es dort die tolle Mischung aus Leckerem und Schönem", sagt Knappe schwärmend. Der Kuchen sei unsagbar lecker, auch mittags gebe es gutes Essen. Gern sitzt Beate Knappe draußen oder am Fenster. "So kriege ich viel von dem Stadtleben in Flingern mit." Das Haus an der Hohe Straße 6 Ein Hauch der Geschichte umwehe sie jedes Mal vor diesem Gebäude, sagt Beate Knappe: "In diesem Haus hat Ende des 19. Jahrhunderts die Fotografin Laura Lasinsky gelebt." Leben und Werk der Künstlerin hat Beate Knappe in ihrer Diplomarbeit beschrieben und ist auf diese Weise noch heute mit dem Haus ihrer ehemaligen Bewohnerin verbunden. Aaper Wald Wenn im Frühling das Blattwerk so dicht ist, dass kaum ein Sonnenstrahl auf den Boden dringt, erscheint der Fotografin der Wald wie eine Kathedrale. "Andere gehen in die Kirche, ich gehe in den Wald", sagt sie. Über die Folgen von Orkan Ela am Pfingstmontag ist noch immer entsetzt. "So eine große Zerstörung habe ich noch nie gesehen."

Rheinufer Von der Rheinkniebrücke über den Deich Richtung Lörick - das ist die Tour, die Beate Knappe oft mit ihren Hunden geht - auch oft bei Regen und Schnee. "Die Tiere brauchen ihre Bewegung", sagt sie und fügt lachend hinzu: "Und ich ja auch." Im Sommer, wenn der Fluss ruhig plätscher und die Sonne scheint, fühlt sie sich wie am Meer. "Richtig schön!"

Tonhalle Beim ersten japanischem Feuerwerk stieg Beate Knappe auf das Dach des Konzerthauses und fotografierte von dort aus den durch Leuchtraketen erhellten Rhein. Noch heute gehört die Tonhalle zu den Lieblingsorten Düsseldorfs. "Allerdings eher der Konzertsaal als das Dach", sagt die Musikliebhaberin, die Herman van Veen, Hannes Wader und viele klassische Konzerte in der Tonhalle erlebte. Holger Lodahl

Quelle: RP
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