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Hassels
Im Pokal geht das Siegen leichter

Hassels. Gegen den Bezirksligakonkurrenten FC Büderich gab es im Kreispokal ein 3:1. Doch in der Liga hinkt der Aufsteiger den Erwartungen hinterher. Die Gründe sind mannigfaltig: einige Leistungsträger sind nicht in Form, andere verletzt. Von Helmut Senf

"Geht doch!" - Diese simple Feststellung trifft auf die SG Benrath-Hassels nach der erfolgreichen Pokalbegegnung beim FC Büderich zu. 3:1 siegte das Team von Trainer Andreas Kober - nach zuletzt drei Niederlagen in Folge - und qualifizierte sich mit dem Auswärtssieg für die vierte Pokalrunde auf Kreisebene, wo die Hasselaner am 14. Februar auf den Lohausener SV treffen. Cem Tutan hatte den Bezirksliga-Neuling beim um acht Ränge besser platzierten Ligakonkurrenten nach Querpass von Niklas Leven in Führung gebracht (13.). Kingsley Annointing köpfte mit dem Pausenpfiff zum zwischenzeitlichen 2:1 ein (45.). Kapitän Necati Ergül markierte nach dem Seitenwechsel das 3:1 (50.). "Ein wichtiger Sieg für die Moral", bewertete der SG-Coach den Pokalerfolg jenseits vom Meisterschaftsgeschehen.

Der Punktspiel-Alltag nämlich gestaltet sich für den Klassenneuling keineswegs rosig. Als Drittletzter bekleidet die SG kurz vor Hinrundenende einen der Abstiegsränge. Vier Siege und zwei Unentschieden haben auf dem Punktekonto für bislang lediglich 14 Zähler gesorgt. Zehn Niederlagen sind der unwiderlegbare Beweis dafür, dass die Hasselaner den Ansprüchen im neuen Umfeld noch längst nicht genügen. "Unsere Leistungen sind nicht konstant genug", räumt Trainer Kober ein. Für etliche seiner Spieler war der bisherige Saisonverlauf ein oftmals schmerzlicher Lernprozess.

Hohes Spieltempo und Härte in den Zweikämpfen unterscheiden die Bezirksliga von der zurückliegenden Zeit in der Kreisliga A. Die Gegenspieler agieren äußerst abgezockt. Fehler, vor allem in der Vorwärtsbewegung, werden konsequent mit Gegentreffern bestraft. Akteure wie Melton Serville oder Annointing spielen erstmals auf Bezirksliga-Niveau. Selbst für den oberligaerfahrenen Niklas Leven bedeutet die "Knochenmühle" eine Umstellung, wie Kober bestätigt, weil neben technischen Fähigkeiten der Körpereinsatz das Spiel bestimmt.

Zu allem Überfluss mussten die Hasselaner von Spieltag zu Spieltag immer wieder Ausfälle verkraften. Neben Verletzungen wie bei Leistungsträger Patrick Trautner (Oberarmbruch) oder dem talentierten Zugang Mojtaba Zerehpoosh sorgten Spielsperren für ständig neue Formationen auf dem Feld. "Durch Meckerei haben wir uns überflüssige Verwarnungen und Platzverweise eingehandelt", sagt Kober. Ein Zeichen von Unzufriedenheit mit den Grenzen des eigenen Leistungsvermögens.

Ein Blick auf die Tabelle bestätigt, dass noch längst kein Grund zu Panik besteht. "Die Liga ist überraschend ausgeglichen", stellt Kober fest. Erfolge gegen TSV Eller 04 oder Solingen-Wald zeigen, dass die SG gegen starke Gegner mithalten kann. Kober: "Leider sind wir oft eingebrochen, wenn wir mal in Rückstand geraten sind."

Für Spielführer Necati Ergül ist es unumgänglich, dass die Mannschaft auf mindestens drei Positionen verstärkt werden muss, um die Klasse locker zu halten. In seiner Rolle als Kapitän hat er den Vorstand mit dieser Forderung konfrontiert. Auch an seine Mitspieler richtet Ergül mahnende Worte: "Wir müssen als Mannschaft noch geschlossener auftreten."

Quelle: RP
 
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