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Holthausen
Bad öffnet am 1. Juli - noch ohne Sauna

Holthausen. Nach gut 13-monatiger Sanierung öffnet das Familienbad wieder seine Pforten. Auf die Besucher wartet eine runderneuerte Schwimmhalle auf modernstem Niveau. Die Sauna öffnet allerdings erst im September. Von Maximilian Krone

Die Becken sind befüllt, die Schwimmhalle auf Temperatur gebracht. Bis zur Wiedereröffnung des Schwimmbades Niederheid am 1. Juli sind nur noch kleine Handwerksarbeiten von Nöten. Besonders optisch wartet das Bad mit einer Neuerung auf. Das beginnt schon mit dem Foyer. "Wir haben den Eingangsbereich neu gestaltet. Er wirkt jetzt sehr viel einladender und transparenter", sagt Dagmar Ringes-Faßbender vom der Düsseldorfer Bädergesellschaft. Von der drückend-dunklen Holzverkleidung an der Decke habe man sich im gesamten Bad getrennt und dafür eine helle Verschalung gewählt.

Damit einhergehend wurde auch das Sicherheitskonzept am Eingang geändert. "Wir haben die Fluchtgänge und -türen verbreitert und kommen damit der Auflage der Bauaufsicht nach", berichtet der Geschäftsführer der Düsseldorfer Bädergesellschaft, Roland Kettler. Zudem sei der Eingang jetzt barrierefrei und auch für Menschen mit Behinderung leichter zugänglich. Dies setzt sich auch im Inneren des Bades fort. Dort wurde eine barrierefreie Toilette am Rande des Schwimmbereichs geschaffen. "Im Rahmen der Inklusion besteht dort nun auch die Möglichkeit, dass sich Schüler dort gesondert die Badesachen anziehen", sagt Kettler.

Der schulische Schwimmunterricht wird mit Beginn des neuen Schuljahres sowohl im Benrather als auch im Bad in Niederheid stattfinden. "Die Bäder teilen sich diese Aufgabe. Findet in Niederheid Unterricht statt, ist das Becken in Benrath für den öffentlichen Betrieb geöffnet und umgekehrt", erklärt Kettler. Dies liege daran, dass es in der Vergangenheit zu Komplikationen gekommen sei, wenn alle Zielgruppen das selbe Becken nutzten. Den Standort Niederheid werden die Schulen zukünftig immer montags, mittwochs und freitags ab 8 Uhr bis in den Nachmittag nutzen.

Im Fokus der Sanierung stand die Senkung der Energiekosten. So wurden etwa 40 Prozent der Kosten von etwa 4,3 Millionen in neue technische Anlagen investiert. Unter anderem wurde eine Belüftungsanlage installiert, die dafür sorgt, dass die warme Abluft nicht einfach nach draußen geht sondern aufbereitet und somit wiederverwendet wird. Auch durch ein ausgeklügeltes Wasserreinigungs und -beheizungssystem wird Energie gespart. Für die Besucher sichtbar werden diese Bemühungen nur an den neuen LED-Lampen und den dreifach verglasten Fenstern. "Diese bilden nun einen Ring um die Schwimmhalle, so dass viel mehr Licht als zuvor hineinfällt", sagt Roland Kettler.

Auch in Sachen Schall- und Infektionsschutz wurde aufgerüstet. "Unter dem Dach hängen nun Schallschluckelemente, die für eine angenehmere Geräuschkulisse sorgen. In den Duschen haben wir ein automatisches Spülsystem eingebaut, das einem Legionellenbefall vorbeugt", so Kettler. Die Aufenthaltszone wurde aus Sicherheitsgründen weg vom tiefen Becken hin zum Kinderplanschbecken verlegt, welches dafür etwas verkleinert wurde.

Mit der Eröffnung im Juli wird auch das Kursangebot erweitert. Saunagänger müssen allerdings noch bis September warten. "Dort wird noch umgebaut", sagt Kettler.

Quelle: RP
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