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Reisholz
Pool-Billard: Unikat in Reisholz

Reisholz: Pool-Billard: Unikat in Reisholz
Daniel Kramer (l.)peilt mit dem Queue seine Kugeln an, sein Mitspieler Falko Saebel verfolgt das Ganze. Die beiden sind zum ersten Mal beim Verein BC Colours. FOTO: Anne Orthen
Reisholz. Wer in Düsseldorf professionell Pool-Billard spielen möchte, für den führt kaum ein Weg am BC Colours vorbei, denn der Verein ist der stadtweit einzige mit diesem Schwerpunkt. Aber auch für interessierte Hobby-Spieler gibt es Angebote. Von Maximilian Krone

Die wohl unscheinbarste Spielstätte für einen ehemaligen Zweitligisten im Stadtgebiet hat der "BC Colours Düsseldorf". Durch ein großes Tor gelangt man in einen geräumigen Innenhof. Ein kleines Schild weist den Weg eine schmale Treppe hinab in einen großen Raum voller Spieltische. Mehr als 70 Mitglieder zählt der Verein. Und sie alle teilen eine Leidenschaft: Billard. "Viele unserer Mitglieder haben sogar einen eigenen Schlüssel und können hier so sieben Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag spielen", sagt Vorstandsmitglied Sascha Kühn.

Die Mitglieder, erläutert Kühn, unterteilten sich in Aktive und Passive. "Die Aktiven können an Turnieren und Ligaspielen teilnehmen", sagt Kühn. Zuletzt spielte der im Jahr 1994 gegründete Verein in der Saison 2013/14 sogar in der zweiten Billard-Bundesliga. "Inzwischen sind wir leider abgestiegen, wollen uns aber sportlich neu organisieren", sagt er. Im Vereinsheim an der BC Colours finden aber dennoch regelmäßig Wettbewerbe und Punktspiele statt. Beispielsweise die Düsseldorf Classics, ein Hausturnier, das für alle interessierten Spieler offen ist oder die Düsseldorfer Stadtmeisterschaft, die sich explizit auch an Hobby-Spieler richtet. Für weibliche Spieler wird zudem ein sogenannter Damen-Grand-Prix ausgerichtet.

Unter Billardspielern ist der Reisholzer Verein stadtweit bekannt, schließlich ist er der einzige Pool-Billard-Verein in Düsseldorf. Neben dem normalen Liga- und Hobbyspielbetrieb fand dort unter anderem auch die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft statt, an der auch Deutsche- und Europameister teilnahmen.

Wie viele Vereine kämpft auch der Billardclub mit einem gewissen Nachwuchsmangel. Deshalb luden die Verantwortlichen auch zu einem Tag der offenen Tür, an dem sich Interessierte über die Sportart und den Verein informieren konnten. "Viele Spieler spielen Billard ab und an in der Kneipe nebenan mit Freunden. Im Verein spielen dabei nur die wenigsten", sagt Sascha Kühn.

So auch Daniel Kramer und Falko Saebel. Die beiden Düsseldorfer haben über Facebook vom Verein erfahren und spielten dort ein paar Testrunden. "Dieses Spiel hat einfach Suchtpotential, man will nach einem beendeten Spiel sofort mit dem nächsten anfangen", sagen sie. Auch die beiden spielen Billard meist nur in der Kneipe. Nach dem Tag der offenen Tür könnten sie sich aber auch vorstellen, regelmäßig in den Räumen des Vereins zu spielen und Mitglied zu werden.

Kühn zieht eine positive Bilanz. "Für uns hat sich der Tag der offenen Tür gelohnt. Zwei Neumitglieder haben sich angemeldet, weitere zwei waren sehr interessiert."

Quelle: RP
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