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Urdenbach
Arbeiten für Kobi-Ausbau sind gestartet

Urdenbach: Arbeiten für Kobi-Ausbau sind gestartet
So sehen die Animationen von der Dreifachsporthalle (links) und dem Erweiterungsbau aus. FOTO: IPM
Urdenbach. Das Urdenbacher Gymnasium erhält einen Erweiterungsbau, in dem vor allem die Naturwissenschaften ein neues Zuhause bekommen. Und eine Dreifachsporthalle, die auch andere Schulen und abends die Vereine nutzen können. Von Andrea Röhrig

Gemeinhin wirft man Beamten ja gerne vor, dass sie ihre Zeit bis zur Pensionierung nur absitzen. Peter Labouvie ist ein Beispiel dafür, dass man mit seinen Vorurteilen sorgsamer umgehen müsste. Denn eigentlich hat der Schulleiter des Gymnasiums Koblenzer Straße seinen letzten Arbeitstag bereits vor kurzem hinter sich gebracht. Doch statt sich auf die sprichwörtliche faule Haut zu legen, hat Labouvie sein Arbeitsleben jetzt erst einmal freiwillig für ein Jahr verlängert. Bis zum Schuljahresende, so ist derzeit der Plan, leitet er kommissarisch das Görres-Gymnasium weiter.

Wenn es ihm weiterhin so gut geht, dann soll aus der einjährigen Verlängerung sogar eine dreijährige werden, sagte Labouvie im Gespräch mit unserer Redaktion. Das hätte den Vorteil, dass er seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin eine frisch erweiterte und in großen Teilen renovierte Schule überlassen könnte.

Denn jetzt endlich sind die Arbeiten für den Ausbau des Urdenbacher Gymnasiums gestartet. Nötig ist das, weil die Schule inzwischen fünf Eingangsklassen aufnimmt und zudem Ganztagsschule ist. Da immer mehr Eltern ihre Kinder an Gymnasien anmelden, hat die Stadt an vielen Schulen weitere Plätze geschaffen. Dafür müssen viele Einrichtungen vergrößert werden - wie auch das Kobi. Auf der gegenüberliegenden Seite der Schule an der Theodor-Litt-Straße ist vor einigen Wochen mit den Erdarbeiten begonnen worden. Auf diesem Areal erhält die Schule den Erweiterungsbau samt einer Dreifach-Sporthalle. Die Investitionssumme beträgt rund 16 Millionen Euro. Zur Koblenzer Straße hin hat die städtische Schulbaufirma "Immobilien Project Management" (IPM) ein Bauschild aufgestellt, auf dem zu erkennen ist, wie alles aussehen soll. Bereits im Dezember sollen beide Gebäude fertig sein, auch wenn die Arbeiten mit Verspätung begonnen haben.

In dem Erweiterungsbau bekommen die Naturwissenschaften ein neues und vor allem modernes Zuhause. Zudem entstehen dort weitere Klassenräume. Die Räume der Naturwissenschaften im Haupttrakt werden zu sechs Klassen- sowie vier Ganztagsräumen ausgebaut. Auch ein Selbstlernzentrum entsteht. Weil eine wachsende Schule auch mehr Lehrpersonal mit sich bringt, bekommt das neue Lehrerzimmer mehr Platz.

Die neue Sporthalle wird nicht nur den Bedarf des Kobis decken, auch Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums und der Theodor-Litt-Realschule sollen sie nutzen. Abends ist sie dem Vereinssport vorbehalten. Ein von der Bezirksvertretung 9 gestellter Antrag für den städtischen Haushalt, dass die Halle sowohl noch einen Gymnastikraum als auch Räume für eine qualifizierte Inklusionsarbeit erhält, ist der Rat nicht gefolgt.

Sind der Erweiterungsbau und die Sporthalle fertig, geht es an die Sanierung des Traktes für die Sekundarstufe I. Und wenn dann Peter Labouvie in drei Jahren in Rente geht, dann kann er das mit einem guten Gewissen tun, weil die Schule, die im vergangenen Jahr 50. Geburtstag am Standort feierte, dann so gut wie neu ist.

Quelle: RP
 
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