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Wersten
Baumscheibe störte Schulbus beim Halten

Wersten. Schon seit längerer Zeit war Wolfgang Vergölst ein bestimmter Baum vor der Schule am Rheindorfer Weg ein Dorn im Auge: "Die Baumscheibe war genau so eingerichtet, dass der Schulbus kaum in die Parklücken kam", erzählt der Geschäftsführer des Heimatvereins Werstener Jonges. Lediglich eine handvoll Fahrer hätten es nach viel Kurbelei tatsächlich geschafft, sich hinein zu quetschen. Die anderen stellten sich stattdessen mitten auf die Fahrbahn, um die Kinder ein- oder aussteigen zu lassen - was blieb ihnen auch anders übrig.

Inzwischen hat die Stadt reagiert und Baum und Baumscheibe entfernt. Bis zum Schulbeginn sollen auch die Absperrbaken verschwunden sein. Ein Ersatzbaum soll auf der anderen Seite gepflanzt werden, ein Stückchen weiter in Richtung Brückerbach. Auch dort sind die Vorarbeiten inzwischen erledigt. Seit etwa zwei Jahren hat sich Vergölts darum bemüht, dass die sogenannte Baumscheibe versetzt wird. Mehrere Werstener Politiker, den Bezirksbürgemeister und Ämter habe er angeschrieben, sagt er, allerdings habe er das Gefühl gehabt, dass sich keiner so richtig für dieses Problem interessiert habe. "Die Arbeiten wurden mir per Brief vom Amt für Verkehrsmanagement bereits für die Sommerferien 2015 versprochen", berichtet Wolfgang Vergölts.

Dann habe sich aber lange wieder nichts getan - bis zu Eröffnung des Nachbarschaftsgartens an der Burscheider Straße Ende Juni. Da hätten er und die Werstener SPD-Ratsfrau Cornelia Mohrs einen Mitarbeiter der Bezirksverwaltungsstelle darauf hingewiesen, dass der Baum dort noch immer die Haltebucht zerteile. "Und danach wurden jetzt endlich die ersten Arbeiten durchgeführt", berichtet der Geschäftsführer. Er hofft nun, dass zum Schuljahresbeginn am 24. August dann auch tatsächlich die Baken verschwunden sind. Ein Mitarbeiter unserer Zeitung berichtet von immer wieder recht chaotischen Zuständen am Morgen und zur Mittagszeit, wenn die Eltern ihre Kinder zur Schule bringen oder abholen. "Ich habe schon gesehen, dass der Schulbus auf der Fahrbahn stand; und da bereits der Bürgersteig vollgeparkt war, eine Mutter einfach auf der Gegenfahrbahn gehalten hat, um das Kind aussteigen zu lassen, so dass gar keiner mehr durchkam." Er glaubt allerdings, dass die breite Lücke vor der Schule nun vor allem Eltern nutzen werden, und der Bus es künftig nicht einfacher haben wird, einen Halteplatz zu finden.

(rö)
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