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Wersten
Dirk Engel will eine Elf formen

Wersten. Der neue Trainer von Wersten 04 muss mit einem anderen Team arbeiten. Minimalziel ist der Klassenerhalt des Aufsteigers. Von Helmut Senf

Ein bisschen aufgeregt blickt Dirk Engel, wie es Werstens neuer Coach einräumt, der Meisterschaftsrunde 2017/18 entgegen. Kein Wunder: Zum ersten Mal bekleidet der 35-Jährige mit Beginn der bevorstehenden Saison ein Traineramt. Zugleich übernimmt er seine 04er in der schwierigen Rolle als Aufsteiger in die spielstarke eingleisige Kreisliga A.

Und nicht zuletzt hat Engel als Nachfolger von seinem Schwiegervater Alfred Glubisz beim Liganeuling einen erheblichen personellen Umbruch zu bewältigen. Gleich sechs namhafte Akteure bestätigt Engel unserer Zeitung gegenüber als Zugänge, die integriert werden sollen - und nebenbei muss er die bewährten Kräfte bei Laune halten. "Eine anspruchsvolle Aufgabe", weiß der ehemalige Offensivakteur.

"Kein Spieler aus dem Aufstiegskader wird den Verein verlassen", versichert Engel. Alle wollen mitziehen beim Abenteuer in der höheren Spielklasse. Ein Konkurrenzkampf um Einsatzzeiten ist vorprogrammiert, zumal die Neulinge über den Vorteil mehrjähriger Landesliga-Erfahrung verfügen und als gestandene Kicker nicht nur die Ersatzbank drücken wollen.

Mit Tim Stemmer und Swan Oehme (zuletzt VfL Benrath) sowie Dennis Kronenberg und Tim Würde (vormals SG Benrath-Hassels) sollen vier Ex-Werstener zu ihrem ehemaligen Club zurückkehren. Zudem gehört Sascha Hermanns von der SG zum Kreis der hochkarätigen Neuen.

Dirk Engel hat in der Jugend beim Garather SV einst mit dem Kicken begonnen und sein Talent beim BV 04, Bayer Leverkusen (Niederrheinliga) und Rot-Weiß Essen entwickelt. In der Zeit seiner Lehre zum Anlagen-Mechaniker musste das Fußballspielen vorübergehend hinten anstehen. Als Senior im Kreisliga A-Team des GSV sicherte sich Engel 2004 mit 46 Saisontreffern den RP-Torjägerpokal. Engagements in Wersten zu Landesligazeiten unter den Trainern Manfred Stevens und Carlos Carulla sowie beim Verbandsligisten SV Hilden-Nord folgten, bevor der schnelle Linksaußen zum VfL Benrath wechselte und dort unter Trainer Olaf Faßbender zum Aufstieg des Traditionsclubs aus der Bezirksliga zurück in die Landesliga beitrug.

Mit einer offensiv ausgerichteten Spielweise will Dirk Engel das Saison-Minimalziel Klassenerhalt erreichen. Seine taktische Idealvorstellung entspricht dem Konzept von Jürgen Klopp seinerzeit bei Borussia Dortmund. "Mit zwei oder drei Ballkontakten schnell vor das gegnerische Tor kommen." Bei Spielernamen wie Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang leuchten Dirk Engels Augen.

Beim Formen der neuen Werstener Elf wird Fingerspitzengefühl vonnöten sein. "Auf die richtige Mischung von erfahrenen und jungen Spielern kommt es an", weiß Engel. Mit Abwehrakteur Frank Hong sowie Mittefeldspezialist Mehmet Terzi haben zwei 18-Jährige aus der eigenen Jugend schon in der Vorsaison den Sprung in die Erste geschafft.

Abdellah Bouchakai und Arin Musa werden als Keeper rotieren. In der Abwehr haben beispielsweise Dennis Krüll und Turgut Keles eine überzeugende Saison gespielt. Spielführer Dominik Russek wird weiterhin als Kapitän fungieren. In der Offensive könnte neben Dennis Hanuschkiewitz Mohamed El-Abduli erneut für Treffer sorgen.

Quelle: RP
 
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