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Wersten
Grundschüler zeigen ihr Wersten im Karton

Wersten. Die vierten Klassen der Marienschule erforschten Wersten und seine Straßennamen. Von Simona Meier

42 Schuhkartons zeigen den Blick auf Straßen oder markante Plätze in Wersten. Große Plakate informieren über Werstens Geschichte. Die Ausstellung bildet den Abschluss des Pilotprojekts des Heimatvereins "Werstener Jonges" mit den vierten Klassen der Marienschule.

Bei gemeinsamen Stadtteil-Spaziergängen erfuhren die Jungen und Mädchen viel über ihren Wohnort und seine Geschichte. Leonora hat für ihr Plakat alte Bilder im Heimatarchiv der Werstener Jonges abfotografiert. "Die Plakate haben die Kinder dann nach dem Rundgang im Unterricht selbst zusammengestellt. Wir brauchten nicht mehr viel zuliefern, sie hatten tolle Informationen von ihren Ausflügen mitgebracht", sagt Grundschullehrerin Claudia Südhoff.

Die Schuhkartons sind jetzt gut sichtbar im Schaufenster der Bücherei platziert, so dass auch Passanten die Ergebnisse des Schülerprojekts jederzeit anschauen können. Johannes hat gleich drei Schuhkartons beigesteuert. "Ich war schnell, und es hat Spaß gemacht. Zum Beispiel habe ich den Brückerbach und die alte Schule nachgebaut." Ihn hatte das alte Gebäude beim Rundgang mit Dieter Jaeger von der Geschichtswerkstatt fasziniert. "Kinder sind in diesem Alter besonders neugierig", sagt der ehemalige Lehrer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

Anja baute den Botanischen Garten nach und Felix setzte einen Wendehammer Am Massenberger Kamp in Szene. Auch die Stadtbücherei haben einige Kinder nachgebaut und dort in ihren Modellen besondere Ruhezonen vorgesehen: "Ich finde schön, dass die Kinder so ihre Wünsche an uns zeigen", sagt Büchereileiter David Cappel. Die informativen Plakate geben vielen Besuchern der Ausstellung Hinweise zu Wersten. Sie bieten einen Blick auf historische Straßenzüge und Veränderungen des Stadtteils.

Die Kinder selbst waren überrascht, dass sie nach den Spaziergängen manchmal mehr wussten als die Erwachsenen. Die haben bis zum 9. Juli in der Stadtbücherei Zeit, mehr über Wersten zu erfahren. Etwa, dass die 13 Platanen vor der Kirche St. Maria Rosenkranz für die Apostel und Jesus stehen. Die Schüler haben ihre Klassenkasse mit einer kleinen Geldspende der Werstener Jonges aufbessern können. Die Grundschullehrerinnen der Marienschule sind sich einig, dass es nach dem Pilotprojekt weitergehen soll: "Wir wünschen uns, dass es wieder stattfindet; damit jede Klasse in den Genuss dieses Rundgangs kommen kann", sagt Silke Lenk.

Heinz-Leo Schuth, Baas der Werstener Jonges, hat Anfragen von zwei weiteren Schulen in Wersten bekommen. "Ich selbst habe früher einen Rundgang mit meiner Grundschullehrerin gemacht und dabei viel über meinen Wohnort erfahren", sagt er.

Quelle: RP
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