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Strategie könnte sich rächen

Meinung | Düsseldorf. Die Traglufthallen und andere Notunterkünfte wird sicher niemand vermissen - es ist gut, wenn die Stadt bessere Alternativen schafft. Ein nachhaltiges Konzept ist aber immer noch nicht in Sicht. Weil der Zeitdruck hoch ist, setzt die Stadt nun auf Containeranlagen und den schnellen Umbau von Bürogebäuden wie dem ehemaligen Finanzamt. Diese Strategie könnte sich in einigen Jahren rächen. Was passiert eigentlich mit solchen Immobilien, wenn weniger Flüchtlinge zu versorgen sind?

Im Bau von langfristig nutzbaren Sozialwohnungen wären die Millionen-Summen besser investiert - und würden der Ampel-Kooperation aus SPD, Grünen und FDP sogar dabei helfen, ein anderes politisches Ziel zu erreichen. In der Notlage des vergangenen Jahres war kein Platz für solche Überlegungen. Aber es zeichnet sich ab, dass Düsseldorf weiter für Flüchtlinge investieren muss. Deshalb muss dringend eine Debatte geführt werden.

arne.lieb@rheinische-post.de

Quelle: RP
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