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Düsseldorf-Süd
Tal der Itter als Biotop erhalten

Düsseldorf-Süd: Tal der Itter als Biotop erhalten
Stefan Engstfeld mit sauberem Quellwasser der Itter kurz vor der der Mündung in Benrath - wenn der Fluss in den Rhein fließt. FOTO: Olaf Staschik
Düsseldorf-Süd. Die Grünen unterstützen eine Bürgerinitiative, damit der Naherholungsraum nicht zerstört wird. Sie befürchten durch den Bau von vier Gewerbegebieten in Solingen, dass dies passieren könnte. Von Birgit Wanninger

Da soll die Itter, die momentan noch verrohrt in den Rhein fließt, wieder eine natürliche Mündung bekommen. Ganz in der Nähe der Rheinterrasse. Außerdem soll sie einen 200 Meter langen Fischaufstieg parallel zum Rhein erhalten. Den plant der Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes (BRW).

Auf der anderen Seite sollen laut neuem Regionalplan, der gerade von der Bezirksregierung Düsseldorf aufgestellt wird, vier neue Gewerbegebiete in dem Ortsteil "Ittertal" in Solingen entstehen.

"Damit wird ein komplettes zusammenhängendes Biotop zerstört." Davon ist Stefan Engstfeld überzeugt. Durch die geplanten Gewerbegebiete würde das Ittertal immer mehr abgeriegelt. Dadurch verschwinden nicht nur weitere Grünflächen unwiederbringlich, sondern dies würde auch hier in Düsseldorf Auswirkungen auf das Klima, die Belüftung, sowie die Tierwelt haben", befürchtet Stefan Engstfeld.

Der Landtagsabgeordnete der Grünen und stellvertretende Fraktionsvorsitzende unterstützt mit zahlreichen Kollegen die Solinger Bürgerinitiative "Rettet das Ittertal". Denn auch er fürchtet negative Auswirkungen auf die Umwelt. "Man muss nur auf die Landkarte schauen und sich die Pläne ansehen" sagt Engstfeld, dann werde sofort deutlich, dass das komplette Biotop zerstört werde. Artenverlust von Tieren und Pflanzen wären seines Erachtens die Folge. Ackerflächen werden zubetoniert, und das so wichtige überregionale Biotop, dass von Wuppertal über Ohligser Heide, die Rheinaue bis hin zum Unterbacher See, dem Benrather Forst und der Urdenbacher Kämpe wäre in Gefahr. Lauter Naherholungsgebiete, die zusammengehören. Durch die Solinger Pläne entstünde eindeutig ein Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie. Das müsse verhindert werden. Denn Engstfeld ist überzeugt: Mit dem Bau der vier Gewerbegebiete, werde nicht nur der Naherholungsraum zerstört, sondern auch die Frischluftschneise ginge verloren, weil das Ittertal abgeschnitten sei.

Außerdem befürchtet Engstfeld Auswirkungen auf die Wasserqualität der Itter. In einer kleinen Flasche hat er Quellwasser abgefüllt - beste Qualität. Und auch noch an der Mündung sei das Wasser dank zahlreicher Kläranlagen besser geworden. Ziel der Grünen ist es nun, auf die Problematik aufmerksam zu machen, die eine ganze Region betrifft, und im Landtag zu thematisieren.

Quelle: RP
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