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Vorwürfe gegen Düsseldorfer Ärzte
Toter Siebenjähriger wird obduziert

Vorwürfe gegen Notfallpraxis Düsseldorf: Toter Junge wird obduziert
Die Notfallpraxis an der Florastraße ist eine eigenständige Einrichtung im Gebäude des EVK. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Ein Gericht hat genehmigt, dass der siebenjährigen Elias Mohammad exhumiert und obduziert wird. Das teilte eine Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion mit. Nach dem Tod des Jungen hatte die Mutter schwere Vorwürfe gegen seine Ärzte erhoben.

Die Obduktion soll am Dienstag stattfinden. Die Staatsanwaltschaft hatte sie beantragt, nachdem sie von Amts wegen Ermittlungen eingeleitet hatte. Die Mutter des Kindes hatte schwere Vorwürfe gegen die Notfallpraxis erhoben, in der es behandelt worden war: Die Krankheitssymptome des Kindes seien nicht ernstgenommen worden. Die Obduktion soll klären, ob der Junge fehlerhaft behandelt wurde.

Elias Mohammad war an Weihnachten nach einer Notoperation im Evangelischen Krankenhaus gestorben. Am 29. Dezember war er beigesetzt worden. Eine Genehmigung der Eltern für die Obduktion ist nicht erforderlich. Allerdings hatte die Mutter bereits in einem Fernsehinterview gesagt, wenn es nötig sei, sei sie mit einer Exhumierung des Leichnams einverstanden.

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Der Vorfall hat eine Debatte über die ärztliche Notfallversorgung in Düsseldorf ausgelöst. Die Notfallpraxis sieht sich schwerer Kritik ausgesetzt. 

(sg)
 
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