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Duisburg
CDU: Schrottimmobilien schleunigst abreißen

Duisburg. Nach den jüngsten Wohnungsräumungen in Hochfeld und den vorausgegangenen in Marxloh fordert CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Rainer Enzweiler den zügigen Abriss solcher Schrottimmobilien. Gerade in dem Viertel Hagedornstraße/Henriettenstraße in Marxloh sei der Zustand dieser Gebäude katastrophal, so dass eine Sanierung überhaupt nicht möglich sei. Diese Schandflecke zögen aber den gesamten Stadtteil runter.

Da die Eigentümer oftmals nicht bereit oder in der Lage seien, die Rechnung der Stadt für die Räumung zu bezahlen, könne die Stadt ins Grundbuch eine "Sicherungshypothek" eintragen lassen, die Grundlage für ein Enteignungsverfahren sei. Geld für den Abriss habe die Stadt aus den Förderprogrammen für den benachteiligten Stadtteil. Es sei wichtig, die Schrottimmobilien dem Erdboden gleichzumachen, um Raum für neue Wohnprojekte zu gewinnen. In den heruntergekommenen Häusern leben in Duisburg überwiegend Rumänen und Bulgaren in erbärmlichen Verhältnissen, "die menschenverachtend sind. Das können und wollen wir nicht hinnehmen", so Enzweiler. Er fordert auch, die Inspektion dieser Häuser zügig fortzusetzen und bei Mängeln, die lebensbedrohlich sind, keine Toleranz zu zeigen und die jeweiligen Objekte unverzüglich zu räumen und zu verschließen.

Nach dem jüngsten Bericht von NRW-Integrationsminister Schmeltzer hält der Zuzug dieser EU-Bürger in unser Bundesland weiter an. Mit 16.500 Rumänen und Bulgaren leben in Duisburg mehr als in jeder anderen NRW-Kommune. Das mehr als doppelt so große Köln kommt nach den Zahlen des Ministers nur auf 11.700, Dortmund auf knapp 7.600 und Düsseldorf nur auf 6.600 dieser Osteuropäer.

(hch)
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