| 00.00 Uhr

Duisburg
Einmal Lehmkuhle und zurück

Duisburg: Einmal Lehmkuhle und zurück
Die Gaststätte in Gahlen ist ein beliebter Treff für Radfahrer: Monika Becks und Silvia Fastring mit Max und Nina lassen sich den Kuchen schmecken. FOTO: Büttner
Duisburg. Die etwa 40 Kilometer lange Rundtour führt auf asphaltierten und geschotterten Wegen durch die Kirchheller Heide, den Hünxer Wald und den Gartroper Busch. Sie ist bequem in vier Stunden zu schaffen und als Familientour geeignet. Von Ralf Schreiner

Es ist eine Strecke für Naturliebhaber. Beinahe das gesamte Gebiet steht unter Natur- oder Landschafsschutz. Wer lichte Wälder, Baumalleen, Auenlandschaften, von Menschen geschaffene Seen, Pferdkoppeln und Kuhweiden mag und am liebsten dort Rad fährt, wo keine Autos unterwegs sind, kommt auf seine Kosten.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Wassermühle in Dinslaken-Hiesfeld. Das Gebäude beherbergt ein kleines Museum mit über 60 Mühlenmodellen aus aller Welt. Von hier aus führt die Strecke am Rotbachsee vorbei und dann ein paar Kilometer am Rotbach entlang bis zur Sträterei. Für eine Einkehr ist es eigentlich zu früh, obwohl es nicht ganz leicht fällt, sich dem Charme des Biergartens der Gaststätte Hüsken-Schröer zu entziehen oder sich in der 200 Meter weiter gelegenen Whisky-Bude (auch ein Biergarten) eine Erfrischung zu gönnen.

Zumal der folgende Anstieg über die Dorstener Straße - die in Wirklichkeit ein Waldweg ist - die erste Herausforderung bietet. Auf den nun folgenden 800 Meter schaltet man das letzte Stück besser in den ersten Gang. Oben angekommen, ist der Schluck aus der Wasserflasche Pflicht. Die Strecke bis zum Flugplatz Schwarze Heide führt auf Schotterwegen fünf Kilometer durch den Wald. Das letzte Stück ist asphaltiert, nach Querung der Bergerstraße gelangt der Radwanderer über eine kleine Stichstraße direkt zum Verkehrslandeplatz.

Reinhard Brieskorn aus Hünxe und Ferdinand Ölzer (rechts) aus Dinslaken legen am Flugplatz Schwarze Heide eine Pause ein.

Hier ist bei schönem Wetter immer etwas los. Und es gibt immer etwas zu beobachten. Segel- und Motorflugzeuge starten und landen im Minutentakt. Motorradfahrer treffen sich vor dem Maschendrahtzaun auf eine Bratwurst oder Eis am Stiel. Oldtimerfreunde rollen vor und lassen ihre chromblitzenden Schönheiten bestaunen. Ein Restaurant mit Biergarten und Kinderspielplatz lädt zu einer Verschnaufspause ein.

Die folgenden anderthalb Kilometer führen über die Schwarze Heide, eine üble Holperstrecke mit fiesen Schlaglöchern auf den Langen Weg. Diese sehr breite, leicht abschüssige Straße führt direkt in den Wald. Bis Ende der 1990er Jahre war dies die Zufahrt zum Munitionsdepot der Bundeswehr. Heute stehen dort noch über 40 verlassene Bunker. Die Natur hat das Gelände zurückerobert. Am Ende der Straße geht es in einer scharfen Linkskurve in den Wald hinein und kurz danach - den roten Markierungsschildern nach Gartrop folgend - nach rechts ab. An der Kreuzung Meesenmühlenweg führt die Strecke nach rechts in Richtung Schermbeck-Gahlen. An einem großen Anglersee vorbei ist nach zwei Kilometern das Gartenlokal An'ne Lehmkuhle erreicht. Den Namen hat die gemütliche Oase von der nahen Tongrube. Eine Rast lohnt sich. Das Speisenangebot ist klein, aber fein. Bei Pfefferbeißern, Laugenbrezel, Bockwurst oder Frikadellen, Blechkuchen und Waffeln, Fassbier und Kaffee lässt sich hier in der Sonne Kraft tanken. Die Preise sind günstig: Hier ist Selbstbedienung.

Der Rückweg führt wieder über den Meesenmühlenweg, der Angelteich liegt nun links. An der nächsten Kreuzung geht es geradeaus weiter bis zum Kirchhellen-Wesel-Weg (hier rechts) und Ossenbergweg. Diesem folgt man nach links über den Hardtbergweg durch den Hünxer Wald, kreuzt die Wilhelmstraße, folgt dem Bergschlagweg und biegt an einem kleinen Wanderparkplatz nach links in den Bruckhauser Wald ein. Der Weg endet an der Bergerstraße. An der Gaststätte Egerheide fährt man ein kurzes Stück nach links und nimmt die erste Abzweigung nach rechts in die Buschstraße. An der Abzweigung Stöfkensweg links halten. Hier warten 1,5 Kilometer Tempostrecke und der Beweis: Der Niederrhein hat Berge. Von 60 Höhenmetern geht es - bei Tempo 35 - auf 35 Höhenmeter runter und in einer scharfen Rechtskurve auf die Heidebrinkstraße. Die Straße mündet in die Dickerstraße, wo die Route nach rechts und an der Gaststätte Schepers (noch ein schönes Gartenlokal) nach links in die Straße Hinter den Kämpen und zurück auf die Rotbachroute führt. An der Rotbachbrücke geht es rechts zurück zum Ausgangspunkt, der Hiesfelder Wassermühle.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Duisburg: Einmal Lehmkuhle und zurück


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.