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Duisburg
Einst Kaldi-Pioniere - jetzt Raumhelden

Duisburg: Einst Kaldi-Pioniere - jetzt Raumhelden
Britta Gies und Silke Laskowski mit einer unübersehbaren Visitenkarte ihres Geschäfts. FOTO: Anke Johannsen
Duisburg. Britta Gies und Silke Laskowski, die Gründerinnen des "Café Kaldi", kehren als kompetente und kreative Wohnraumexpertinnen nach Duisburg-Ruhrort zurück. Von Olaf Reifegerste

Es begab sich zu der Zeit, als anlässlich der Duisburger Akzente im Kulturhauptstadtjahr und der dazugehörigen "Local Heros"-Woche Britta Gies und Silke Laskowski aus der ehemaligen Schifferkneipe "Zum Anker" das "Café Kaldi" machten, also jenen Drehort von Götz George alias Hauptkommissar Horst Schimanski in dem legendären ersten Tatort-Streifen "Duisburg-Ruhrort" von 1981. Schnell entwickelte sich das "Kaldi" zum beliebten Treffpunkt im Quartier. Es wurde Gründungsort und langjähriger Stammtisch des damaligen "Kreativkreises" (heute Kreativquartier Ruhrort) und Endstation der inzwischen weit über Duisburg hinaus bekannten und beliebten Schimitouren (heute von "DU Tours" organisiert). Mit Übernahme des "Kaldi" durch Anika und Tjardo Harders erfährt das "Kaldi" seitdem eine weitere interessante Blütezeit. Nun ist das Geschäfts- und Lebenspaar Gies-Laskowski nach anderthalbjähriger Quartiersabstinenz mit einer neuen Geschäftsidee im Duisburger Hafen(stadtteil) erneut vor Anker gegangen. Doch Dank des KultKiosk "KuKi" war das Duo eigentlich nie ganz weg aus Ruhrort. Nun aber machen die beiden endlich das, was sie mit dem Bereich Sonnenschutz und Wohnraumgestaltung besonders gut können. Und dazu gehört es, stilvolle Einrichtungsideen und diplomatisches Fingerspitzengefühl für die Wünsche der Kunden zu haben, Menschen zuzuhören und diese kompetent zu beraten, zeitlich und gedanklich flexibel zu sein sowie kreative Strategien zu entwickeln und diese gekonnt umzusetzen. "Wir warten nicht auf Kundschaft, sondern bemühen uns um sie", heben Gies-Laskowski hervor. "Und geht es bei der Inneneinrichtung mal nicht um eine Wohnung, sondern um ein Schiff - why not? Schließlich haben wir seit kurzem unsere Sportbootführerscheine 'SBF See' und 'SBF Binnen' in der Tasche."

"Raumhelden" heißt die neue einladende Örtlichkeit auf dem Neumarkt, die am letzten April-Wochenende ihre Pforten für Interessierte und Neugierige ebenso für Ist-Kunden und jene, die es noch werden wollen öffnete.

Gies-Laskowski setzten mit diesem gekonnten Schachzug - wie damals schon beim "Kaldi" - wiederholt auf Tradition: Denn erstens hatte Ruhrort früher, wie Dieter Siegel und Marga Joost anlässlich der zweitägigen Neueröffnung zu berichten wussten, viele Raumausstatter vor Ort, und zweitens gehörten die besagten Räume in den 1920er Jahren der Ruhrorter Traditionsdruckerei Kolb & Kleinagel, später dann Dünnwald. Letztere ist inzwischen auf die Fabrikstraße gezogen.

Jetzt beheimaten diese Räumlichkeiten andere kreative Ideen, Dienstleistungen und Produkte, darunter Wohnraumberatung, Wohnraumgestaltung und Wohnraumausstattung, Geschenkartikel und Accessoires sowie alles rund um das Fenster, nämlich Plissees, Doppel- und andere Rollos - auch Raffrollos, Jalousien, Flächenvorhänge, Gardinen und Insektenschutz. Bei den Geschenkartikeln gibt es eine Marke, die noch aus ehemaligen "Kaldi"-Zeiten stammt - die sogenannten "Ankerklamotten". Diese Produkte sind für die beiden aber so fest "verankert" mit Ruhrort und Schimanski als auch mit Hafen und Natur, dass sie zum Kern ihres gesamten Verkaufssortiments gehören.

Das sympathische, engagierte und energiegeladene Frauenpaar ist seit mehr als 20 Jahren auf diesem Geschäftsfeld unterwegs, und zwar in ganz unterschiedlichen Firmen und Regionen Deutschlands. Für Silke Laskowski war als neue "Raumheldin" klar: "Die Branche muss sich neu erfinden! Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten." Und Britta Gies pflichtet ihr mit der Bemerkung bei: "Uns geht es vor allem um ein Komplettkonzept. Dafür bedienen wir uns gerne weiterer Zulieferer und Helfer, unter anderem auch aus Ruhrort. Konkurrenz, sagt bekanntlich der Volksmund, belebt das Geschäft und bewirkt nicht das Gegenteil. Wir bauen eher auf die Kraft der Synergien."

Quelle: RP
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