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Duisburg
"Grease"-Start wurde zur 50er-Party

Duisburg. Die Premiere von "Grease" im Theater am Marientor war ein farbenfrohes Spektakel. Haupt- und Nebenrollen sind blendend besetzt. Das Publikum war begeistert. Von Volker Poley

Pettycoats, Lederjacken und "Pink Ladys" gab es am Mittwochabend nicht nur auf der Bühne des Theaters am Marientor zu bewundern. Auch zahlreiche Besucher der Premiere des legendären Kult-Musicals "Grease" waren im Look der wilden "Fünfziger" erschienen und gaben somit der Neuinszenierung der Highschool-Romanze den passenden Rahmen.

Die eigentliche Premiere der Neuauflage des von den Musicalbühnen der Welt nicht mehr wegzudenkenden Klassikers fand allerdings im letzten Herbst bereits in Hamburg statt. Seitdem ist das junge Ensemble im deutschsprachigen Raum auf Tour. Jetzt kam man an den Ort zurück, wo vor Beginn der Gastspielreise viele Wochen lang geprobt wurde.

Im letzten Sommer stand für alle Beteiligten in den Proberäumen des Theaters am Marientor harte Arbeit an, herausgekommen ist dabei eine temporeiche, rockige und farbenfrohe Inszenierung, die ihren zahlreichen Vorgängern in nichts nachsteht.

Das Musical wurde unter professionellen Bedingungen zum ersten Mal 1972 am New Yorker Broadway im Eden Theatre aufgeführt. Der ganz große Durchbruch gelang "Grease" vor vierzig Jahren, als die Liebesgeschichte rund um die schüchterne Sandy und den coolen Danny verfilmt wurde. Das war gleichzeitig der Beginn der Welt-Karrieren von Olivia Newton-John und John Travolta, die damals die Hauptrollen der Aufführung übernommen hatten.

In der aktuellen Neuproduktion, die in den nächsten Monaten auf verschiedenen Bühnen der Republik und des deutschsprachigen Auslands zu sehen sein wird, wurden die Rollen der Sandy und des Danny von "Neulingen" ohne jegliche Musical-Erfahrung besetzt - eine mutige Entscheidung, die letztendlich belohnt wurde. Alexander Jahnke ("Danny") machte die Verantwortlichen als Finalist der TV-Show "Deutschland sucht den Superstar" auf sich aufmerksam, Veronika Riedl ("Sandy") schloss erst im letzten Sommer ihre Ausbildung am renommierten Wiener Konservatorium ab.

Aber auch die Rollen der putzmunteren "Pink Ladys" und der coolen Highschool-Jungs waren prima besetzt. Die modernisierte "Grease"-Fassung entwickelte von Beginn an ein hohes Tempo, die Choreografien erschienen perfekt und die in ihrer Original-Version vorgetragenen Songs, darunter die Superhits "You're The One That I Want", "Summer Nights" und der Titelsong "Grease", forderten immer wieder den Beifall des Publikums heraus.

Die Story rund um die Highschool-Liebe der beiden Hauptdarsteller ist - natürlich - eher einfach gestrickt. Regisseur Christian Stadlhofer und dem spielfreudigen Ensemble gelingt es dennoch, daraus eine flotte und unterhaltsame Bühnenshow zu machen. Sandy und Danny treffen sich nach einem Sommerflirt überraschenderweise an der gleichen Highschool wieder. Die beiden finden allerdings erst nach einigen Irrwegen zueinander. Auch für die übrigen Beteiligten gibt es am Ende in Sachen Jugendliebe ein "Happy End", besonders "Happy" ist dabei die kesse Rizzo (klasse gespielt von Nuria Mundry), deren befürchtete Schwangerschaft sich dann doch als Fehlalarm herausstellt.

Stark besetzt war auch die Rolle des "Vince Fontaine" (Marc Chardon), der sich als "Radio-Man" eindrucksvoll in den Vordergrund spielte.

Das Finale wurde dann endgültig zur großen Party. Stehend feierten die Besucher im "TaM" den furiosen Schlussauftritt aller Beteiligten, begleitet von einem fetzigen Medley der bereits zuvor gehörten Superhits.

Duisburgs Kulturdezernent Thomas Krützberg besuchte mit seiner Ehefrau die "Grease"- Premiere und zeigte sich nach der Vorstellung begeistert: "Eine tolle Show, farbenfroh und voller Tempo, sehr gut gemacht." Und auch Theaterleiterin Sabine Kühn fiel bei der After-Show-Party sichtlich ein Stein vom Herzen: "Toll, dass zu diesem frühen Termin über 1.000 Besucher im Theater waren, damit sind wir sehr zufrieden." Christian Stadlhofer zeigte sich von seinem jungen Ensemble ebenfalls sehr angetan: "Das läuft schon richtig rund, Kleinigkeiten sind natürlich immer zu verbessern."

Quelle: RP
 
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