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Duisburg
Lebenshilfe-Läufer zogen das Programm trotz Regen durch

Duisburg. Rund 200 Teilnehmer konnte das zweite "Inklusive Lauf Event" der Lebenshilfe verzeichnen. Von Volker Poley

Verdient hatte die Duisburger Lebenshilfe die schlechte Laune des Wettergotts nicht. Ausgerechnet am Sonntag machte der schöne Spätsommer eine Pause - kurz vor dem Start des zweiten "Inklusiven Lauf-Events" sorgte ein Gewitter mit Starkregen dafür, dass die Laufbahn des Leichtathletik-Stadions erstmal kräftig unter Wasser gesetzt wurde.

Von den Wetterkapriolen ließen sich die Veranstalter um die rührige Vorsitzende Dagmar Frochte und Geschäftsführer Michael Reichelt jedoch nicht großartig beeindrucken. "Das Programm ziehen wir wie vorgesehen durch", machte Mit-Organisator Klaus Frochte direkt zu Beginn deutlich. Stadion-Sprecher Michael Jansen, Duisburgs oberster Karnevalist und der Lebenshilfe eng verbunden, freute sich, neben Stadtsportbund-Chef Rainer Bischoff auch Bürgermeister Volker Mosblech begrüßen zu können. Trotz der widrigen Wetterumstände ging es wieder bunt und fröhlich beim zweiten Lebenshilfe-Laufspektakel zu, das auch in diesem Jahr fachlich und organisatorisch von der Sportfest erfahrenen Leichtathletik-Abteilung von Eintracht Duisburg unterstützt wurde.

Die Teilnehmerzahl vom letzten Jahr wurde mit rund 200 Anmeldungen sogar getoppt. Das sportliche Programm war so vielseitig gestaltet, dass je nach Leistungsvermögen für jeden etwas dabei war. Auch an Rollstuhlfahrer war gedacht, die nicht nur mit den Gegnern, sondern auch mit der für "Rollis" nicht gerade geeigneten Tartan-Bahn zu kämpfen hatten. Rollator- Nutzer konnten sich zudem auf die 100-Meter-Strecke begeben. Auf dem Programm standen auch noch drei Wettbewerbe im 800-Meter-Gehen - auch Dagmar Frochte war mit am Start - sowie zwei schon recht anspruchsvolle Läufe über 3000 Meter und ein vier Mal 400 Meter - Staffellauf.

Das Teilnehmerfeld war jeweils bunt gemischt und mit Sportlern mit und ohne Handicap besetzt. Dagmar Frochte erläuterte die Idee, die hinter dem Lauf-Spaß steht: "Damit fördern wir gezielt die Inklusion und bringen Menschen mit Behinderungen dazu, sich zu bewegen."

Bewegt hat sich im letzten Jahr auch der neue Stadtsportbund-Chef Rainer Bischoff, der damals über 3000 Meter dabei war. In diesem Jahr gönnte er sich eine Auszeit. Allerdings versprach er, im nächsten Jahr mit einer SPD/CDU-Staffel dabei zu sein. Dabei sein wird dann auch Volker Mosblech, der spontan seine Zusage gab. Michael Jansen wird sich dann wohl wieder lieber aufs Moderieren beschränken, wie man seinem Kommentar anlässlich des 3000-Meter-Laufs entnehmen konnte: "Das wäre nichts für mich, nach 300 Metern wäre ich am Ende." Nicht besonders motivieren musste man die dreieinhalbjährige Felia, die von Vater André und ihren Tanten Isabelle und Monique auf den Bambini-Lauf über 100 Meter vorbereitet wurde. Das Wetter machte ihr überhaupt nichts aus: "Ist doch nicht schlimm, wenn es regnet." Das ließ Petrus offensichtlich nicht ganz unbeeindruckt, der sich am Nachmittag einsichtig zeigte und die Sonne zum Glück wieder scheinen ließ.

Quelle: RP
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