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Katastrophe mit 21 Toten
Sieben Betroffene ziehen vor Loveparade-Prozess Klage zurück

Loveparade-Katastrophe wird doch vor Gericht verhandelt
Duisburg. In einem Monat beginnt der Loveparade-Prozess in Düsseldorf. Jetzt wurde bekannt, dass sieben Betroffene ihre Klagen zurückgezogen haben. Das bestätigte das Duisburger Landgericht. 

Seit Juli haben sieben Nebenkläger ihre Anschlusserklärung widerrufen, mit der sie sich der Klage der Staatsanwaltschaft angeschlossen hatten. Das bestätigte Matthias Breidenstein, Sprecher des Duisburger Landgerichts, auf Anfrage unserer Redaktion. Allerdings seien auch einige neue Kläger hinzugekommen. Insgesamt gebe es rund 60 Nebenkläger. 

Zuerst hatte der WDR über die Rücknahme der Klagen berichtet. Dem Bericht zufolge sind psychische Belastungen sowie Sorgen vor zu hohen Kosten die Gründe für die Entscheidung der Loveparade-Opfer, doch nicht vor Gericht zu gehen.  

Der Prozess, der am 8. Dezember beginnt, ist wegen des großen öffentlichen Interesses von Duisburg ins Congress Center Düsseldorf verlegt worden. Vier Mitarbeitern der Veranstalterfirma und sechs Bediensteten der Stadt Duisburg wird vorgeworfen, durch Fehler bei Planung oder Genehmigung des Techno-Festivals im Juli 2010 zur Entstehung einer Massenpanik beigetragen zu haben. 21 Menschen kamen ums Leben, mehr als 650 wurden verletzt.

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