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Duisburg
So sieht das neue Fachmarktzentrum aus

Duisburg. Der Moerser Hans Nühlen hat gestern konkrete Pläne für das neue Einkaufszentrum in Hochheide vorgestellt. An der Kreuzung Moerser Straße / Rheinpreußenstraße werden sich Aldi, Edeka und dm niederlassen. Eröffnung ist 2016. Von Jürgen Stock

Vier Jahre lang haben der Moerser Kaufmann Hans Nühlen und sein Team an den Plänen gearbeitet. Gestern endlich konnte Nühlen eine 3 D-Animation für sein Fachmarktzentrum im Herzen Hochheides präsentieren. Wenn alles klappt, sollen schon Ende 2016 ein Edeka-Markt mit 2200, ein Aldi mit 1100 und ein dm-Markt mit 700 Quadratmeter Verkaufsfläche eröffnen.

Dass es sich dabei nicht nur um das Investment eines Privatmanns, sondern um ein Projekt von städtebaulicher Bedeutung im Duisburger Westen handelt, zeigte die Anwesenheit von Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann und MdB Mahmut Özdemir (beide SPD) bei der Präsentation. "Dieses Vorhaben bedeutet einen Vertrauensvorschuss von der Wirtschaft", betonte Özdemir. "Wir erwarten von der Eröffnung einen Belebungseffekt für die Moerser Straße." Der Einzugsbereich werde aber sicher über die Stadtgrenzen Duisburgs hinaus reichen. Laut Paschmann werde die Stadt weiter zügig die Sanierung des benachbarten Hochhausquartiers in Angriff nehmen.

Offenbar sieht nicht nur Nühlen in der am Schnittpunkt zweier wichtiger Verkehrsachsen gelegenen Fläche großes Potenzial. "Es gab einen regelrechten Run von Interessenten", sagte Nühlen. "Wir hätten erheblich mehr vermieten können, wenn wir mehr Parkplätze gehabt hätten." 165 Pkw können auf dem von Gabionen umzäunten Gelände unentgeltlich abgestellt werden.

Der Bereich soll nicht nur dem schnellen Shoppen dienen, sondern mit viel Grün, Bänken und einer Bäckerei mit Außengastronomie zum Verweilen einladen. Zudem haben Nühlen und sein Architekt Bernd Kuhlmann bei der Gestaltung von Dach und Fassaden Wert darauf gelegt, jeden Anflug von Billig-Look zu vermeiden. Laut Nühlen wurden langfristige Mietverträge abgeschlossen. Das erscheint auf den ersten Blick verwunderlich, denn seine drei Mieter hatten in den vergangenen Jahren jeweils Filialen im Stadtteil geschlossen - mit dem Effekt, dass der Stadtteil einen erheblichen Abfluss an Kaufkraft zu verzeichnen hatte. Bei einem Potenzial von 30,9 Millionen Euro Umsatz pro Jahr für Lebensmittel flossen in Hochheide bislang 16,7 Millionen nach Moers oder in andere Duisburger Stadtteile.

Warum also jetzt eine Neueröffnung? Architekt Kuhlmann verweist auf die gestiegenen Flächen-Anforderungen im Einzelhandel. Die seien an den alten Standorten nicht gegeben gewesen. Zudem biete die Konzentration an dem verkehrstechnisch gut erschlossenen Fachmarktzentrum weitere Vorteile. Insgesamt wird es in den drei Betrieben rund 100 neue Arbeitsplätze geben.

Da Anregungen aus der Bürgerschaft bereits in einem Anhörungsverfahren aufgegriffen wurden, rechnet Özdemir im anstehenden Offenlegungsverfahren nicht mehr mit Hindernissen. Für den Fall, dass die Fertigstellung bis Ende 2016 gelingt, verspricht Bürgermeister Paschmann: "Dann stelle ich mich als Nikolaus vor Edeka."

Quelle: RP
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