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Duisburg
Sonderaktion in Marxloh beendet

Duisburg. Knöllchen und viel Aufklärungsarbeit standen dabei im Vordergrund. Von Carolin Skiba

Knapp 2600 Knöllchen, rund 220 wilde Müllkippen und um die 100 Schrottautos sind die vorläufige Bilanz der "Sonderaktion Marxloh", die Anfang der Woche zu Ende gegangen ist. Hinzu kommen etwa 140 Verwarngelder, die Einwohner zahlen mussten, weil sie Hunde frei auf Spielplätzen laufen ließen, Müll achtlos auf die Straße warfen, beim aggressiven Betteln oder anderen unangemessenen Tätigkeiten erwischt worden waren.

Die Aktion sei gestartet worden, weil es viele Beschwerden gegeben hätte und man die Menschen wieder "auf Spur" habe bringen wollen, teilte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage mit. Dabei seien es keineswegs nur Osteuropäer gewesen, die sich falsch verhalten hätten. Auch zahlreiche Jugendliche oder andere Anwohner hätten sich nicht an Recht und Ordnung gehalten. "Oft auch einfach, weil sie es nicht besser wussten", sagt die Sprecherin. Daher sei in den vergangenen vier Wochen auch viel Aufklärungsarbeit geleistet worden.

Mit Erfolg, wie es scheint, denn die Zahlen belegen, dass die Ordnungswidrigkeiten besonders in der ersten Woche des Projekts am höchsten waren und dann weniger wurden.

So waren es zu Beginn noch 68 wilde Müllkippen, am Ende des Monats noch 41. Die Verwarngelder hingegen stiegen von 532 in der ersten Woche auf 739 in der letzten Woche. Platzverweise wurden insgesamt zehn Stück ausgestellt.

Nun wolle man das Projekt auswerten und sehen, was es bewirkt habe. Auch sei ähnliches für weitere Stadtteile geplant, kündigte die Stadtsprecherin an. Die Auswertung werde etwa vier bis acht Wochen dauern.

Quelle: RP
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