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Lokalsport
Neuss sagt OSC Hilfe zu

Handball. Die OSC Löwen halten die Niederlage gegen Ferndorf in Grenzen. Im Abstiegskampf wird es für die Duisburger nun ernst. Von Dirk Retzlaff

Auf der Tribüne in der Halle an der Krefelder Straße feierte ein Trainer gestern ausgelassen den Klassenerhalt. René Witte, Übungsleiter beim Handball-Drittligisten Neusser HV, erreichte das Saisonziel als Zuschauer. Die abstiegsbedrohten OSC Löwen Duisburg verloren erwartungsgemäß mit 25:32 (10:18) gegen Spitzenreiter TuS Ferndorf und können die Neusser damit nicht mehr einholen.

Am letzten Spieltag trifft Neuss auf den OSC-Konkurrenten Gladbeck und Witte verprach gestern: "Wir wollen unsere letzten beiden Spiele gewinnen." Es dürfte mehr als ein Lippenbekenntnis sein. OSC-Torwart Mattes Reckzeh, nun mit Thomas Molsner Interimstrainer bei den Duisburgern, spielt in der nächsten Saison für Neuss. Reckzeh und Molsner zogen gestern positive Fazite.

Es hätte die OSC Löwen am Wochenende schlimmer erwischen können. Gladbeck verlor am Samstag in Korschenbroich, sodass der Rückstand der Duisburger auf die Westfalen weiterhin nur einen Zähler beträgt. Thomas Molsner ist guter Dinge, dass seine Mannschaft auf das gestrige Spiel aufbauen kann: "Ich habe positive Ansätze gesehen."

Immerhin: Die OSC Löwen gewannen zumindest die zweite Halbzeit, wenngleich die Gäste genügend Potenzial gehabt hätten, noch einmal zuzulegen, wenn es denn notwendig gewesen wären. Die OSC Löwen führten in der Anfangsphase 1:0, 3:1 und 5:4, ehe Ferndorf seinen 4:5-Rückstand binnen kurzer Zeit in eine 9:5-Führung drehte. So etwas lässt sich gegen andere Mannschaften noch korrigieren - gegen Ferndorf hingegen nicht. "Wir haben zu viele technische Fehler gemacht. Das hat Ferndorf bestraft", sagte Reckzeh, der 47 Minuten lang im Tor stand und dann Matze Broy den Platz zwischen den Pfosten überließ.

Das neue Trainerteam hatte einige Dinge verändert. Thomas Molsner arbeitete auf der Bank mit einer Magnettafel samt Plättchen. In der Startformation stand dabei Kevin Kirchner, der unter Ex-Trainer Jörg Förderer eher der Mann für die späten Spielphasen war. Dieser Part war gestern Robin Flemmig vorbehalten. Der Langzeitverletzte konnte in der Schlussphase immerhin mit drei Treffern auf sich aufmerksam machen. Matthias Reckzeh: "Nach dem 10:18 zur Halbzeit hätte es auch bitterer für uns werden können. Doch wir haben keine Packung kassiert - das ist ein gutes Zeichen." OSC Löwen: Reckzeh (47. - 60. Broy) - Giesbert (5), Heimansfeld (5/1), Wernicke (4), Backhaus, Flemmig (je 3), Schneider (2), Kirchner (1), Janus, Ginters, Krölls.

Quelle: RP
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