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Lokalsport
OSC Löwen schicken Abstiegsgespenst weg

Handball. Duisburgs Drittligist tauscht nach dem 28:21-Sieg die Plätze mit dem Team aus Gladbeck. Torwart Matthias Broy raubt den Gästen den Nerv. Von Dirk Retzlaff und Sandra Goldmann

Ein Zuschauer erlaubte sich gestern in der Halle an der Krefelder Straße einen Scherz, der bei den Drittliga-Handballern des VfL Gladbeck keine Heiterkeit auslöste. Der Mann setzte sich nach dem Match als Gespenst verkleidet auf die Gästebank. Seit gestern fühlt sich das Abstiegsgespenst aber tatsächlich bei den Westfalen wohler als bei den OSC Löwen Duisburg. Das Team von Trainer Jörg Förderer gewann das Kellerduell aufgrund einer starken zweiten Halbzeit mit 28:21 (14:13). Beide Teams tauschten somit die Tabellenplätze, die OSC Löwen stehen nach längerer Zeit wieder über dem Strich. Dennoch sieht Förderer das Abstiegsgespenst noch nicht endgültig verbannt: "Von den restlichen vier Spielen müssen wir zwei gewinnen, um den Klassenerhalt zu schaffen."

Großen Anteil am Sieg vor 800 Zuschauern hatte Torwart Matthias Broy, der vor allem in den Minuten nach dem Seitenwechsel über sich hinauswuchs und mit seinen Paraden den Gästen den Nerv raubte. Dabei saß der frühere Dormagener zunächst nur auf der Bank. Matthias Reckzeh, gestern erste Wahl, realisierte aber schnell, dass es nicht sein Tag werden sollte. "Mattes" räumte beim Stand von 6:8 den Kasten für "Matze".

In der ersten Halbzeit war die Partie noch ausgeglichen, wobei die Duisburger zumeist einem knappen Rückstand hinterherliefen. Erst zum Ende der Hälfte drehten die OSC Löwen die Partie und gingen mit einer 14:13-Führung in die Kabine.

Was auch immer sich die Gladbecker dort vorgenommen hatten - sie konnten es nicht umsetzen. Dank des starken Matthias Broy und einer guten Deckungsarbeit seiner Vorderleute zogen die Gastgeber mit sechs Treffern in Folge auf 20:13 davon.

"Unser Wille war heute größer", stellte Broy nach der Partie fest. Der ansonsten starke Rückraum der Gladbecker kam kaum noch zur Entfaltung. Sein Gladbecker Torwartkollege Tim Deffte erlebte einen weniger gelungen Tag. Deffte, am Vorabend der Partie Vater eines Sohnes geworden, kassierte in der 45. Minute eine Rote Karte, nachdem er Marcel Giesbert weit vor seinem Tor zu Fall gebracht hatte.

Die OSC Löwen haben nun knapp drei Wochen Pause, ehe am 18. April in Wiesbaden das nächste Kellerderby auf dem Programm steht. "Die Jungs haben in den letzten Wochen am Limit gespielt, die Pause wird uns allen gut tun", glaubt Förderer, der den Rest der Saison übrigens ohne seinen Co-Trainer bestreiten muss. Michael Peter steht, wie Förderer erklärte, künftig aus familiären Gründen nicht mehr zur Verfügung.

Quelle: RP
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