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Duisburg
Wappnen für den Sommer-Ansturm

Duisburg: Wappnen für den Sommer-Ansturm
So lässt's sich aushalten: Die Gastronomie setzt bei schönem Wetter auf kühle Getränke. FOTO: Klucken (2), crei (1)
Duisburg. An diesem Wochenende steigen die Temperaturen vermutlich auf über 30 Grad. Darüber freuen sich vor allem Gaststätten, Biergärten und Eisdielen. Für die heißen Tage treffen einige Lokale spezielle Vorbereitungen. Von Jan Luhrenberg

Das schöne Wetter, mit Temperaturen von über 30 Grad an diesem Wochenende, wird viele Duisburger nach draußen locken. Davon profitieren viele Cafés und Gaststätten - besonders solche, die über einen Außenbereich oder Biergarten verfügen. Auch Eisdielen platzen bei heißen Temperaturen oft aus allen Nähten.

Das Restaurant Duisburgs Lindenwirtin an der Mülheimer Straße ist bei warmen Temperaturen ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Im Biergarten der Gaststätte ist reichlich Platz, über 300 Personen können sich dort tummeln. Ist das Wetter gut, dann ist der Biergarten stets gut gefüllt. Es kommt auch schon mal vor, dass kein Stuhl mehr frei ist. An sommerlichen Tagen ist der Umsatz folglich deutlich höher als normal und bis zu dreimal so hoch. Denn im Innenbereich des circa 1728 errichteten Bauwerks, das sich seit vier Generationen in der Hand von Familie Herbertz befindet, ist für 100 weitere Personen Platz. An warmen Tagen füllt sich der Innenbereich vor allem abends, wenn es kälter wird.

Über trockenes, nicht ganz so heißes Sommerwetter freut man sich auch in der Kartoffelkiste am Kaiserberg, Duisburgs ältestem Gasthaus. Der Grund ist ganz einfach: Bei schönem Wetter können die Gäste auch im Biergarten sitzen, und der bietet mit bis zu 180 Stühlen mehr Platz als das Gasthaus im Innern, wo maximal 120 Gäste einen Sitzplatz finden können. Aber dann müssen sie sich auch ein wenig drängen. Sind die Sommerabende lau, dann finden sich schon gegen 17 Uhr die ersten Gäste zum Abendessen ein. Unterm Strich können die Betreiber der Kartoffelkiste bei schönem Wetter wohl mit der Verdopplung des "normalen" Umsatzes rechnen.

Neben den Gaststätten sind es vor allem die Eisdielen, die von gutem Wetter profitieren - dabei wahrscheinlich noch mehr als Biergarten und Co. Kaum kommt die Sonne zum Vorschein, boomt beispielsweise das Geschäft in der Eisdiele Panciera in der Nähe des Lifesaver. Die Sommerterrasse mit knapp 70 Tischen sei dann schnell gefüllt, auch den ganzen Tag lang, so Mancuso Snjezana, die in dem Eiscafé als Managerin angestellt ist. "Viele Menschen kommen zu uns, um in ihrer Pause ein Eis auf die Hand zu holen", sagt sie. "Dabei muss aber niemand lange warten, da wir mit bis zu vier Mitarbeiten hinter dem Tresen stehen."

Je nach Andrang müssten gewisse Eissorten auch schon mal bis zu dreimal am Tag neu zubereitet werden. Um möglichst viele Menschen zu bedienen, arbeiten insgesamt 30 Aushilfen im Panciera. Ist das Wetter gut, ergänzen bis zu acht von ihnen das festangestellte Personal im Schichtdienst um zwei bis drei Stunden am Tag. Im Vergleich zu kühleren Tagen rechnet die Managerin dabei stets mit einem fünffachen Umsatz.

"Bei gutem Wetter und über 25 Grad ist bei uns sehr guter Betrieb und die Terrasse ist voll", berichtet auch Ashkan Asa, der bereits seit fünf Jahren im Eiscafé Bocconcino im City-Palais arbeitet. Über 300 Eishungrige könnten an knapp 80 Tischen draußen sitzen und die Erfrischung genießen.

Obwohl die festangestellten Mitarbeiter ein eingespieltes Team seien, so Asa, würden an sommerlichen Tagen drei bis vier Aushilfen gebraucht, die die Eisspeisen nach draußen tragen.

Viele Gäste würden zudem noch ins Café kommen und ihr Eis auf der Hand mitnehmen. "Manchmal reicht die Schlange bis zum Nagelstudio, das 25 Meter von uns entfernt liegt", berichtet Asa. "Dann warten unsere Kunden bis zu 20 Minuten geduldig auf das Eis." Für einen solchen Andrang will das Bocconcino gewappnet sein. Beliebte Eissorten, wie dunkle Schokolade oder Mango, werden schon morgens sechs bis sieben Mal hergestellt und kalt gelegt, so dass sie im Laufe des Tages griffbereit und dennoch frisch sind.

Asa hält fest, dass der Umsatz im Vergleich zu "normalen" Tagen deutlich höher ausfällt. Er verfünffache sich an guten Tagen sogar. Für den Eisverkäufer birgt das gute Wetter aber noch einen weiteren Vorteil: "Die Kunden sind deutlich besser gelaunt, lachen viel und freuen sich über die Sonne."

Quelle: RP
 
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