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Emmerich
Am Sonntag: Hinze vs. Diks

Emmerich: Am Sonntag: Hinze vs. Diks
FOTO: van Offern, Markus (mvo)
Emmerich. Morgen entscheiden die Emmericher bei der Stichwahl darüber, wer die nächsten fünf Jahre Bürgermeister sein wird. Einen Tag vor der Wahl stellt die RP den Herausforderer der SPD und den Amtsinhaber der CDU noch einmal vor. Von Markus Balser

Die Kandidaten Johannes Diks, Jahrgang 1953, ist seit elf Jahren Bürgermeister und seit bald 40 Jahren in der CDU engagiert. Der gebürtige Emmericher ist gelernter Bankkaufmann. Sein Kontrahent Peter Hinze möchte seit elf Jahren Bürgermeister werden. Er wurde 1960 in Datteln geboren. Der Wirtschaftsinformatiker in Diensten der Nato ist seit 1999 in der SPD aktiv. Wahlbilanz Hinze und Diks sind bislang dreimal gegeneinander bei Bürgermeisterwahlen angetreten. Zweimal, 2004 und 2009, behielt Diks deutlich die Überhand (50,2 zu 35,2 Prozent und 61,4 zu 27,8 Prozent). Vor 14 Tagen, als gleich vier Kandidaten zur Wahl standen, drehte sich jedoch das Blatt. Diesmal hatte Peter Hinze die Nase vorn (37,6 zu 32,2 Prozent) und erzwang damit die Stichwahl.

Gemeinsamkeiten SPD und CDU liegen in Emmerich nicht weit auseinander. Seit Jahren arbeiten beide Fraktionen als eine Art große Koalition eng im Rat zusammen. Kontroverse Meinungsverschiedenheiten gibt es nur gelegentlich, etwa bei der Frage Ortsvorsteher/Ortsausschuss in Elten. Dementsprechend sind auch die thematischen Unterschiede zwischen Diks und Hinze nicht gerade eklatant.

FOTO: van Offern, Markus (mvo)

Unterschiede Im Wahlkampf hat Hinze auf das Thema Demografie einen seiner Schwerpunkt gelegt. Außerdem möchte er im Rathaus einen zusätzlichen Dezernatsleiter, der das Feld "Schule, Jugend, Soziales und Sport" beackert. Hintergrund: Jungen Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen soll so besser geholfen werden. Einer der Themenschwerpunkte von Johannes Diks war neben der Betuwe-Problematik die Innenstadtentwicklung. Hier treibt er die Idee eines City-Outlets voran. Hinze steht dem angesichts der Pläne eines Outlets für Zevenaar kritisch gegenüber. Unterschiedliche Positionen gibt es auch bei der Gesamtschule. Während Hinze ein Konzept an einem Standort bevorzugt, setzt Diks auf eine Lösung an mehreren Standorten. Sein Argument: Hinzes Plan würde mindestens 20 Millionen Euro kosten, ein oder mehrere kleine Umbaumaßnahmen nur etwa sechs Millionen.

Persönlichkeit Hinze und Diks sind eher sachliche Typen und ruhige Vertreter. Hinze sieht seine Stärke im Umgang mit Menschen, Diks betrachtet sich als guten Netzwerker, der viele, für die Stadt nützliche Kontakte auch außerhalb Emmerichs pflegt.

Das sagen die anderen Parteien Die Grünen haben eine Wahlempfehlung zugunsten Peter Hinzes ausgesprochen. Die BSD will neutral bleiben, ebenso die BGE, wobei allerdings der gescheiterte BGE-Bürgermeisterkandidat Joachim Sigmund seinen Wählern ans Herz legte, morgen für Hinze zu stimmen.

Quelle: RP
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