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Rees
Der erste Star-Wars-Film: Promis erinnern sich

Rees: Der erste Star-Wars-Film: Promis erinnern sich
Stift statt Laserschwert. Andreas Scholl, Michael Scholten und Jan Meininghaus (v.l.) notierten, wie sich Fans und Filmemacher an ihren ersten Star-Wars-Film erinnern. FOTO: RP-Foto markus van Offern
Rees. Ein Trio sammelte schöne und witzige Erinnerungen. Um es mit Jedi-Ritter Yoda zu sagen: "Gut geschrieben ihr habt das Buch."

Wenn Alt-78er-Mädchen an "Mein erstes Mal" denken, fällt ihnen mit Sicherheit nicht Star Wars ein. Anders ist es bei Michael Scholten, dessen Kindheit und Jugend von dem futuristischen Weltraumabenteuer, dem phantasievollen Blockbuster, geprägt waren. Damit ist der Reeser in allerbester Gesellschaft, denn diese Leidenschaft teilen Regisseur und Schauspieler Bully Herbig, Oliver Welke, Steven Gätjen, Oliver Berben genauso wie CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Wie ihr erstes Mal - mit Star Wars - war, dazu hat Michael Scholten 55 Prominente und Fans, aber auch Reeser Protagonisten interviewt. Beispielsweise als Hannes Bender im Reeser Bürgerhaus auftrat, nutzte Michael Scholten die Gunst der Stunde und lud den begeisterten Star Wars-Fan zum Italiener am Markt ein. So gefangen im Thema hätte Bender fast seinen Auftritt verpasst.

Entstanden ist ein 128-seitiges Taschenbuch mit wunderbaren Fotografien, Illustrationen und Comics, auch aus der Feder der Reeser Jan Meininghaus und Andreas Scholl.

Am 25. Mai 1977 feierte Star Wars seine Premiere. Da war Michael Scholten sechs Jahre alt, wenige Jahre später begegnete er den neuen Helden auf der Mattscheibe. Dank eines VHS-Rekorders. "Die Kassette stammte aus der Videothek in der Fallstraße", erinnert sich Scholten. Womit diese ebenso wie das frühere Kino Reli und das Gymnasium Aspel Einzug in sein nun erschienenes Buch fanden.

Michael Scholten und Co-Autor Wolf Jahnke kamen bereits 2013 auf die Idee, vor dem Start der neuen Star Wars-Saga "Das Erwachen der Macht", die am 17. Dezember im Kino anläuft, ein Erinnerungswerk zu schreiben. Mit ganz persönlichen Geschichten, die die Fantasiewelt der Kinder jener Jahre widerspiegeln. Besonders auf dem Land spielte sich das Abenteuer in den Köpfen ab, wie bei Jahnke aus Lengerich, in dessen Jugend der Krieg der Sterne im dortigen Capitol-Kino tobte.

"Star Wars hat mein Leben geprägt", gibt auch Jan Meininghaus aus Haldern zu. Seine Mutter hat seine Zeichnungen aufbewahrt, die Filzstift-Helden (Seite 88) ließen schon 1979 auf eine künstlerische Karriere schließen. Als Illustrator erinnert Meininghaus mit dem Titelbild nicht nur an den Helden Luke Skywalker, sondern auch an Spielzeug, das damals Standard in so manchem Kinderzimmer war.

Auch Bauer Andreas Scholl, wie Meininghaus Jahrgang 1973, ist heute noch eingefleischter Star Wars-Fan. Seine erste Action-Figur war C-3PO, Harrison Ford sein Lieblingsschauspieler der Saga. Der kleine Junge vom Land, wie sich der Mehrer Bauer tituliert, war ein exzessiver Comic-Leser und empfänglich für die Science-Fiction-Welt, wie Meininghaus sagt: "für uns als Flucht aus der Langeweile". Scholl begann Comics zu zeichnen. Für das neue Buch muss sich jetzt Chewbacca auf der Weide schlagen, auf der Flucht vor Schollschen Rindviehchern (Seite 106).

Berühmte Filmwissenschaftler wie Rolf Giesen kommen zu Wort, ebenso wie Special-Effects-Profis und internationale Künstler. Tolle Bilder versetzen den Leser in die Vergangenheit und lassen auf die neue Trilogie von Regisseur J.J. Abrams hoffen. "Möglichst ohne viel Liebeskram, dafür mit vielen Erinnerungsmomenten", sind sich die Reeser Veteranen einig.

Es war einmal ... mein erstes Mal Star Wars, so lautet der Titel des Buches von Fans für Fans, in dem sich Filmemacher, Filmkritiker und Star Wars-Anhänger an ihre erste Begegnung mit dem Science-Fiction-Märchen erinnern.

Das Taschenbuch ist im Schüren Verlag erschienen, es kostet 12,90 Euro, ISBN 978-3-89472-713-0.

Das Titelbild d stammt vom Illustrator Jan Meininghaus. Es wird in Kürze als Poster zu erwerben sein. jan-meininghaus.de

(ha)
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