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Emmerich
Goya im Klever Kino

Emmerich. Die Tichelpark-Cinemas bauen ihr Matinee-Programm mit Dokus über Maler und Gärten in der Kunst weiter aus. Von Matthias Grass

Nach den großen Opernhäusern sollen jetzt auch die Museen der Metropolen nach Kleve kommen - ins Kino. Reinhard Berens, Geschäftsführer der Tichelpark-Cinemas möchte damit die Matinee-Reihe am Sonntagvormittag weiter etablieren. "Wir werden unsere Besucher an die Hand nehmen und ganz nah an die großen berühmten Gemälde verschiedener Epochen heranführen. Sie sollen einen visuellen Eindruck von diesen großen Gemälden der Kunstgeschichte bekommen. Wir gehen mit ihnen ganz nah an die Bilder heran", sagt der Kino-Geschäftsführer. Nach dem bemerkenswerten Erfolg der vergangenen Saison mit Vorführungen in 1350 Kinos in mehr als 40 Ländern, so Berens, präsentiere Arts Alliance in London die dritte Staffel von "Exhibition on Screen" jetzt im Klever Kino mit drei neuen Dokumentationen aus den größten internationalen Museen, darunter die National Gallery London und die Barnes Foundation Philadelphia.

Den Auftakt macht am kommenden Sonntag, 28. Februar, 12 Uhr "Goya. Visionen aus Fleisch und Blut. Von der National Gallery in London". Der eineinhalbstündige Film führt durch die Ausstellung mit den größten Porträts des Spaniers. "Durch den Besuch der wichtigsten Stationen in Goyas Leben, seiner reichhaltigen Briefe und den Bildern einer Ausstellung von Meisterwerken der besten Sammlungen der Welt, erschafft der Film ein faszinierendes Porträt des Malers und seiner farbenfrohen Welt", verspricht Berens. Als erstes Museum überhaupt widme die National Gallery in London den Porträts des spanischen Künstlers Francisco de Goya eine eigene Ausstellung, verkündet das Londoner Museum.

Rund 70 der etwa 150 erhaltenen Porträts des Malers sind dort zu sehen. Einige waren nie zuvor Teil einer öffentlichen Schau. Allein zehn Bilder stellte das Museo de Prado in Madrid zur Verfügung, wo Museumsdirektor Gabriele Finaldi bis zu seinem Wechsel nach London gewirkt hat.

"In Goyas Porträts haben wir immer echte Personen vor uns", sagt Finaldi. In sieben Räumen werden die Bilder chronologisch und thematisch geordnet. Sie zeigen sowohl die künstlerische Entwicklung Goyas (1746-1828) während seiner zweiten Lebenshälfte als auch die dramatische Geschichte Europas im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. "Sein Genie ist in dieser bahnbrechenden Ausstellung in der National Gallery London aufgearbeitet und bei uns hautnah zu erleben", schwärmt Berens. Und das in HD auf der großen Leinwand im Kino1.

Diese Dokumentarfilme würden dem geneigten Klever Publikum nicht nur die seltene Möglichkeit bieten, wirklich aktuelle und bedeutende Ausstellungen zu sehen, die sie sonst nicht in der Lage gewesen wären zu besuchen, sondern ermöglichen es auch, exklusives Hintergrundwissen zu erfahren. Allerdings wird dieses Hintergrundwissen im englischen Originaltext mit deutschen Untertiteln geboten. Das sei aber kein Problem, weil die Filme ganz klar auf die Bilder setzen würden.

Nach "Goya" am kommenden Sonntag folgt "Renoir. Verehrt und verachtet. Von der Barnes Foundation in Philadelphia" wieder im Klever Tichelpark, Kino 1 am Sonntag, dem 27. März. Pierre-Auguste Renoir sei bekannt und geliebt für seine Impressionisten Versionen von Paris. Diese Bilder gehören zu den berühmtesten der Welt. Trotz seiner Beliebtheit ermüdete Renoir von diesem Stil und änderte ihn. Der Film, dessen Aufnahmen auf der bemerkenswerten Ausstellung von 181 Renoirs der Barnes Foundation in Philadelphia basieren - schaut genau auf diese Zeit des Stilwechsels von Renoir und die Aufregung, die dieser hervorrief.

Der dritte Film im Bunde ist schließlich "Den modernen Garten malen: Monet bis Matisse. Von der Royal Academy Of Arts in London" wieder im Klever Tichelpark, Kino 1 am Sonntag, 5. Juni. Von den Wänden der Ausstellung zu den Wundern und der Schönheit der Künstlergärten wie Giverny und Seebüll, unternimmt der Film eine magische Reise, um zu zeigen, wie unterschiedlich die Zeitgenossen von Monet modern Gärten anlegten und kultivierten um Inspiration zu erhalten für ausdruckstarke Motive, abstrakte Farben, dekorative Designs und utopische Idee.

Der Eintritt beträgt jeweils 13 Euro. Für die Mitglieder des Vereins "Freunde der Klever Museen" und Studenten gibt's gegen Vorlage des Mitglieds-/Studentenausweises ein Euro Rabatt auf den Eintrittspreis.

Quelle: RP
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