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Rees
Karl Leisner: Warten auf ein Wunder

Rees. Der Reeser ist vor 20 Jahren seliggesprochen worden. Viele würden sich eine Heiligsprechung wünschen. Doch die Hürden sind hoch. Von Sebastian Latzel

Gerade ist Mutter Teresa heiliggesprochen worden. Das wurde auch am Niederrhein aufmerksam verfolgt. Hier stellen sich viele auch die Frage, wie es um die Heiligsprechung von Karl Leisner steht. Der Reeser war vor 20 Jahren von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen worden. "Dafür waren die geforderte regionale Verehrung, die Tugendhaftigkeit und das Martyrium nachgewiesen worden", erläutert Martin Wißmann, Sprecher des Bistums Münster. Karl Leisner hatte sich im KZ Dachau zum Priester weihen lassen und war nach seiner Befreiung an den Folgen der Haft gestorben. Für eine Heiligsprechung und damit eine weltweite Verehrung von Leisner muss eine weitere Voraussetzung erfüllt sein. "Es muss mindestens eine unerklärbare Heilung, ein so genanntes Wunder nachgewiesen werden", erläutert Wißmann.

"Im Fall von Karl Leisner wurde 2007 in Münster ein erstes Verfahren über eine vermeintliche, von Gott auf die Fürsprache des Seligen bewirkte, unerklärliche Heilung eröffnet. Jedoch konnte diese Heilung nicht als Wunder anerkannt werden. Ebenso ging ein zweites Verfahren 2014 aus. Der behandelnde Arzt beschied in dem Fall, dass der Heilungsverlauf ausschließlich durch die medizinische Behandlung erfolgt sei", so der Sprecher.

Beide Fälle hat Hans-Karl Seeger, der frühere Präsident des Internationalen Karl Leisner Kreises (IKLK), betreut. Über den ersten Fall ist bereits öfter berichtet worden. Es ging um einen Mann, der seine Krebsheilung auf die Fürsprache zu Karl Leisner zurückführte. Allerdings brach die Krankheit innerhalb von fünf Jahren wieder aus, daher wurde der Fall nicht als Wunder anerkannt.

Auch beim zweiten Fall ging es um eine Krebsheilung. Doch auch diese konnte nicht als Wunder anerkannt werden.

Quelle: RP
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