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Emmerich
Neumarkt: Das ist die Erklärung von Investor Schoofs im Wortlaut

Emmerich: Neumarkt: Das ist die Erklärung von Investor Schoofs im Wortlaut
Neumarkt-Investor Josef Schoofs hat jetzt erstmals eine umfangreiche öffentliche Erklärung zu den Vorgängen rund um seine Planung abgegeben. FOTO: mvo
Emmerich. Die Dipl.-Ing. Josef Schoofs Immobilen GmbH wurde durch den Ratsbeschluss vom April 2011 autorisiert auf dem Neumarkt ein Wohn- und Geschäftshaus zu entwickeln, zu planen zu vermieten und zu errichten.

An die Nutzung wurde die Bedingung gestellt, dass neben den Wohnungen in den Obergeschossen und der geplanten Tiefgarage ein Lebensmitteldiscounter, ein Elektrofachmarkt und eine Frischearena nach dem Vorbild in der Stadt Kranenburg entstehen. Die Anmietungsbestätigung der Fa. Medi-Max und der Fa. Netto lagen bei der Beschlussfassung bereits vor.

In den folgenden Monaten erhielt die Fa. Netto von der Stadt Emmerich die baurechtliche Zusage, ihr Ladenlokal an der 's-Herrenbergerstraße zu erneuern. Daher kam es nicht zum Abschluss eines rechtsverbindlichen Mietvertrages mit der Fa. Netto, die uns Ihre Entscheidung erst verspätet mitteilten.

Die Bemühungen einen Lebensmitteldiscounter zur Anmietung in dem zukünftigen Gebäude zu begeistern gelang erst im Jahre 2013. Ein Mietvertrag mit der Fa. Penny wurde im Nov. 13 abgeschlossen. Damit konnten wir den Forderungen der Ratsentscheidung wieder entsprechen.

Die Vermietung an einem Standort, an dem viele Jahre eine unvermietbare leere Immobilie den potentiellen Mietern wiederholt angeboten wurde, ist nachvollziehbar ein schweres Unterfangen.

Der neue Mieter Penny bestand im Gegensatz zur Firma Netto aus logistischen Gründen auf eine getrennte Anlieferungszone für Medi-Max und sich. Zur Verbesserung der städtebaulichen Situation im hinteren Bereiche der an der Tempelstraße stehenden Gebäude und zur Erreichung einer geordneten Verkehrsführung bestand die Anforderung, neben den beiden neuen Anlieferungsbereichen eine gemeinsame Tiefgaragen Zu- und Abfahrt mit der TG der Deutschen Bank zu erreichen. Im Auftrag des Eigentümers aus Irland erfolgte seitens der deutschen Hausverwaltung dazu eine Zustimmung. Aus uns unbekannten Gründen wurde der Hausverwaltung seitens des Eigentümers aber kurz darauf das Mandat entzogen. Es dauerte mehrere Monate, bis es uns gelang, vom Eigentümer neue autorisierte Gesprächspartner genannt zu bekommen.

Im September 2014 wurde vor Ort mit den vom Eigentümer beauftragten Architekten, Rechtsanwalt und Immobilienberater die grundsätzliche Veränderung am Neumarkt erörtert. Es wurde vereinbart, unverzüglich die erforderlichen Verträge zu erarbeiten und zur Genehmigung auszutauschen.

Während der Erarbeitung begab sich der Eigentümer in Verkaufsverhandlungen mit einem Emmericher Kaufinteressenten. Daher wurden die Abstimmungsverhandlungen mit uns auf Eis gelegt. Der neue Eigentümer sollte die Vereinbarung mit uns treffen. Der Verkauf scheiterte nach lang dauernden Verhandlungen. Der irische Eigentümer konnte von uns erst nach vielen weiteren Monaten dazu begeistert werden, nun die vertragliche Regelung mit uns zu treffen.

Am 30.9.2015 beurkundete die Schoofs Immobilien GmbH mit dem beauftragten Anwalt des Eigentümers die Zustimmungsurkunde. Die Genehmigung sollte innerhalb von wenigen Tagen durch den irischen Eigentümer erfolgen. Keiner, der an dem Abschluss der Urkunde Beteiligten, wusste zu diesem Zeitpunkt, dass in der Zwischenzeit ein neuer Kaufinteressent mit dem Eigentümer in Verhandlung stand. Die Genehmigung der Urkunde durch den Eigentümer erfolgte bis heute nicht.

A m heutigen Tage (Frei tag, 13.11.) ist nun beabsichtigt, die Ur kunde vom 30.9.2015 in Ergänzung einer Vereinbarung mit dem zukünftigen Eigentümer, der auch seitens des jetzigen Eigentümers dazu bevollmächtigt ist, zu genehmigen.

Für den Fall das, was wir nicht hoffen, dies nicht geschieht, sehen wir uns in der Zwischenzeit in der Lage, die Immobilie mit den Mietern Penny, Medi-Max und der Frische Arena mit einer geänderten Planung, auf der Basis des Ratsbeschlusses vom April 2011 zu realisieren. Eine zusätzliche Zufahrt zur Tiefgarage ist in diesem Fall nicht zu vermeiden und erfordert Regelungen der Verkehrsströme. Entgegen der bisherigen Planung muss aus Platzgründen eine weitere Verkaufsfläche im Bereich des Neumarktes entfallen. Ich biete auch in diesem Fall der Stadt an, die Grundstücke unverzüglich notariell zu erwerben, mit der Sicherheit nur Eigentümer zu werden, wenn die Realisierung des geplanten Vorhabens sichergestellt ist. Der im Ratsbeschluss am 2.10.15 aufgenommene Zeitplan besteht weiter. Wir wiederholen im Prinzip damit unser Kaufangebot vom 15.6.2010, damals noch an die Sparkasse als Eigentümer gerichtet. Schon damals waren wir bereit, die Grundstücksfläche zu übernehmen. Auf Grund der in Aussicht stehenden Wettbewerbsentscheidung wurde unserem damaligen Angebot nicht gefolgt.

Für den Fall, das der Rat der Stadt sich gegen eine weitere Zusammenarbeit mit uns entscheidet, sind die Abbruchaufwendungen des ehemaligen Gebäudes an uns auf der Grundlage der vertraglichen Regelung zu erstatten. Soviel mir bekannt ist, gibt es zurzeit keine alternative Planung mit einem klaren Umsetzungsziel.

Im Übrigen ist die Verwaltung der Stadt laufend, insbesondere über die Entwicklung der nachbarschaftlichen Abstimmung informiert gewesen. Allen Ratsmitgliedern bleibt es vorbehalten, sich über die aktuelle Entwicklung von Verfahren in der Stadtverwaltung zu informieren. Es ist nicht üblich und auch nicht praktikabel, alle Ratsmitglieder über die einzelnen Schritte in Kenntnis zu setzen. Ich war persönlich auch in mehreren Fraktionssitzungen und habe über den Verlauf berichtet. Von einer fehlenden Transparenz gegenüber den verantwortlich handelnden Personen kann man in keiner Weise sprechen.

Bei allen bestehenden Schwierigkeiten und Diskussionen hoffen wir, dass die verantwortlichen politischen Entscheider weiter Ausdauer beweisen und eine realistische Einschätzung des Machbaren vornehmen, um zum Wohle der gemeinsamen Ziele, sich nicht von Parolen unverantwortlicher Querschläger beeinflussen zu lassen. Wir sind es gewohnt, trotz aller Widrigkeiten, unsere Ziele weiter zu verfolgen und gewillt das Vorhaben entsprechend der Vereinbarungen zu realisieren."

Quelle: RP
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