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Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung
Promenade: Von Anfang an ein Renner

Rp-Serie Es Stand In Der Zeitung: Promenade: Von Anfang an ein Renner
2006: Heinz Hell erzählt aus dem Leben eines Fährmanns. FOTO: RP/Repros Markus van offern
Emmerich. Über was wurde vor zehn, 15 und 20 Jahren berichtet? Die RP hat einmal nachgeschlagen und ist dabei auf manch interessante Geschichte gestoßen. Von Markus Balser

Montag, 22. Juli, 1996 Dass Brücken verbinden, weiß man am Niederrhein wahrscheinlich mehr als irgendwo anders zu schätzen - vor allem, wenn mit solchen Bauwerken Grenzen überwunden werden. Und so kann es auch nicht verwundern, dass über 500 Gäste nach Millingen zum Hetterfest kamen, um den Brückenschlag von Deutschland ins niederländische Megchelen inklusive Radweg zu feiern. Dafür hatte sich vor allem der Heimatverein Millingen-Empel besonders eingesetzt.

Nach vielen Jahren der Trennung - die Nationalsozialisten hatten gut 50 Jahre zuvor die Brücke verschwinden lassen - gab es also wieder eine Verbindung zu den Niederländischen Nachbarn, auch wenn der Naturschutzbund Nabu noch kurz zuvor versucht hatte, Brücke und Weg per einstweiliger Anordnung zu verhindern. Dass es nicht so kam, bezeichnete der damalige Bürgermeister Wilhelm Buckermann als "Sieg der Vernunft". Gefunden wurde ein Kompromiss, der bis heute gilt: Der Radweg ist für die Öffentlichkeit von November bis Juli gesperrt.

2001: Die Reeser Rheinpromenade ist gerade mal zur Hälfte fertig und kommt schon bestens an. FOTO: van Offern Markus

Samstag, 21. Juli, 2001 Weil der 22. Juli vor 15 Jahren ein Sonntag war, geht es hier mit einem Bericht aus der Samstagsausgabe am Tag zuvor weiter. Die RP hatte sich damals auf den Weg gemacht, um den Fortschritt beim Bau der neuen Reeser Rheinpromenade unter die Lupe zu nehmen - und war überrascht: Der erste Bauabschnitt war gerade fertig und wurde von Rhinkiekern und Spaziergängern schon bestens angenommen. Trotz Absperrungen und Warnhinweisen bahnten sich bei schönem Wetter viele den Weg durch die Baustelle und waren angetan. Zu Recht, wie sich später herausstellen sollte, denn die Reeser Rheinpromenade ist bis heute eine Schokoladenseite der Stadt und nach wie vor Anziehungspunkt für viele Touristen.

Und auch das ist nicht alltäglich: Zeitrahmen und Kosten der Baumaßnahme, die sich immerhin auf sechs Millionen Euro belief, blieben im Rahmen. Und dass, obwohl etliche Zusatzarbeiten in puncto Kampfmittelräumung notwendig waren.

Samstag, 22. Juli, 2006 Nochmal geht's nach Rees ans Rheinufer. Diesmal zu Heinz Hell. Der Fährmann setzte seinerzeit bereits seit zehn Jahren Gäste mit der "Rääße Pöntje" nach Kalkar über. "Schifffahrt ist mein Leben", erzählte der damals 58-Jährige der RP. Kein Wunder, denn der Mann aus Grieth stammt aus einer echten Schifffahrerfamilie, die diesen Beruf seit 1929 ausübte. Obwohl er mit der "Rääße Pöntje" doch immer dieselbe Strecke zurückzulegen hatte, befand Hell seinen Beruf alles andere als langweilig. "Mit den Fahrgästen kann ich mich immer kurz unterhalten, da ist für Abwechslung gesorgt", erzählte er.

Die "Rääße Pöntje" verrichtet übrigens immer noch zuverlässig ihren Dienst auf dem Rhein. Vor allem Fahrradfahrer wissen das zu schätzen. Und dank der im Jahr 2015 eingeweihten Flutmulde haben die Fahrgäste jetzt sogar noch ein bisschen mehr als früher zu gucken.

Quelle: RP
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