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Emmerich
Rüdiger Helmich : Rasen im Rheinpark sinnlos zerstört

Emmerich. "Vergrämen" der Krähen ärgert den Baumfreund. Von Christian Hagemann

Rüdiger Helmich hat gestern die Stadtverwaltung Emmerich wegen einer Aktion im Rheinpark kritisiert. Anfang März habe dort ein Unternehmen im Auftrag der Stadt die dort nistenden Krähen "vergrämt". Das bedeutet, dass die Nester der Vögel entfernt worden sind.

Bekanntlich gibt es sehr viele Krähen im Park und auch in Teilen der angrenzenden Innenstadt. Autofahrer beklagen häufig die Hinterlassenschaften der Tiere auf ihren geparkten Wagen. Auch im Rheinpark stören sich Besucher daran.

Die jüngste Aktion sei allerdings völlig sinnlos gewesen, so Helmich. Er ist bekanntlich nicht nur Sprecher der Emmericher "Baumfreunde", sondern ist auch im Naturschutzbund Deutschland (Nabu) aktiv.

Die Vögel würden längst wieder Nester in den Bäumen bauen. Und zwar nicht nur mit solchen Ästen, die sie auf dem Boden aufsammelten, sondern auch solche, die aus den Baumkronen herausgebrochen würden. Da das Unternehmen oben in die Baumkronen zum Entfernen der Nester nur mit der Hilfe eines Steigerwagens gelangt sei, seien mit den schweren Fahrzeugen auch die Rasenflächen unterhalb der Bäume gründlich zerstört worden. Helmich rechnet vor, dass auf die Stadt nunmehr nicht nur die Kosten für das sinnlose Entfernen der Nester zukommen, sondern auch der Rasen wieder hergestellt werden muss. Was ebenso Kosten verursache.

Das Geld, das nunmehr ausgegeben werden müsse, könne man besser in das Anpflanzen schnellwachsender Pappeln investieren, findet Helmich. Die Bäume könnten dann an anderer Stelle gepflanzt werden, so dass die Krähen künftig nicht mehr in dieser hohen Zahl auf den Rheinpark ausweichen müssten.

Denn die Ursache für die vielen Krähen im Park ist nach Meinung von Rüdiger Helmich das in der Vergangenheit praktizierte Fällen der Nistbäume an anderer Stelle. Etwa längs der Reeser Straße auf dem Bahngelände und dem Areal von Probat. Das "öffentliche Bäumefällen sei in Emmerich große Mode mit dem großen Nachteil, dass niemand über die Folge nachdenke, sagt Helmich. Auch das "Vergrämen" habe in den vergangenen Jahre bereits stattgefunden und zu keinem Erfolg geführt.

Quelle: RP
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