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1. FC Kleve ist für das Top-Spiel gerüstet

Lokalsport: 1. FC Kleve ist für das Top-Spiel gerüstet
Die Klever waren in den Zweikämpfen gezwungen, ihre kämpferischen Tugenden zu entdecken. In dieser Szene behauptet Mike Terfloth (2.v.r.) den Ball, Turbanträger Niklas Klein-Wiele (links) steht auch bereit. FOTO: van Offern
Niederrhein. In der Fußball-Landesliga gewinnt die Mannschaft von Trainer Umut Akpinar 4:0 gegen Oberliga-Absteiger FC Kray. Nun kommt es Sonntag zum Gipfeltreffen: Der Spitzenreiter gastiert beim ambitionierten Verfolger Scherpenberg. Von Reinhard Pösel

Fußball-Landesligist 1. FC Kleve behauptete mit einem 4:0 (1:0) über den Oberliga-Absteiger FC Kray die Tabellenführung. Die Bilanz nach dem achten Spieltag beträgt bemerkenswerte 22 Zähler und 23:5-Tore. Drei Punkte dahinter liegen der ESC Rellinghausen und Aufsteiger SV Scherpenberg, der seine vor der Saison vollmundig gemachte Absicht, in einem Rutsch aus der Bezirksliga in die Oberliga aufzusteigen, wahr zu machen scheint. Sonntag kommt es in Scherpenberg zum Duell der starken Heimelf gegen den Klever Tabellenführer.

Doch erst einmal gilt es den Erfolg gegen den FC Kray zu feiern. Die Mannschaft aus dem Essener Norden praktizierte den Fußball, den nach Angaben des Klever Trainers Umut Akpinar dessen Mannschaft genauso erwartet hatte. Die Gäste suchten ihr Heil in der Offensive, nicht von ungefähr kamen bisher ihre 20 erzielten Tore. Der Ertrag, der aus diesen Angriffsbemühungen resultierte, hielt sich in äußerst eng abgesteckten Grenzen. "Das haben meine Jungs wirklich sehr gut gemacht", meinte Akpinar, der bei diesem erfolgreichen Unterfangen die mannschaftliche Geschlossenheit betonte. Ein Ergebnis dessen war der Führungstreffer in der achten Spielminute. FC-Kapitän Fabian Forster schickte den Ball quer über den gesamten Platz auf Mike Terfloth, der das Spielgerät auf das hintere Eck des Essener Tores anschnitt und Krays Keeper Marius Delker offenbar auf dem falschen Fuß erwischte. Der bekam den Ball nicht zu fassen, sehr zum Gefallen des nachsetzenden Levon Kürkciyan. Die Klever Nummer zehn drückte den kurz vor der Torlinie frei liegenden Ball über die Linie.

Kurz darauf eine Schrecksekunde, aus der Niklas Klein-Wiele nach einem Zweikampf mit einer blutenden Kopfwunde hervorging. Während der Essener Milan Delevic weitermachen konnte, musste der Klever behandelt werden, ehe er sich - mit einem Druckverband ausgestattet - wieder ins Getümmel stürzen konnte. Und ein Spiel für Zartbesaitete war das gestern Nachmittag überhaupt nicht. Zumal der Schiedsrichter über zu vieles, was in erster Linie die Gäste in die Zweikämpfe an übertriebener Aggressivität trugen, mit falsch verstandener Großzügigkeit hinwegschaute.

Die Spieler des Tabellenführers waren gezwungen die hart geführten Zweikämpfe anzunehmen und mit zunehmender Spieldauer immer mehr zu gewinnen. Eine dieser Situationen führte kurz vor dem Seitenwechsel zu einem Anspiel in den Lauf von Klein-Wiele, der seine Geschwindigkeit mitnahm, den durch die Bewegung von Kürkciyan entstandenen Raum erstklassig nutzte, und mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze aus den Essener Keeper zu einer Glanzparade herausforderte. Delker hob den platziert geschossenen Ball über die Latte.

Und was tat sich bis zur Halbzeitpause vor dem Klever Kasten, in den der wieder genesene Ahmet Taner zurückgekehrt war? Die Antwort liefert Trainer Akpinar: "Wir haben vor unserem Tor nichts zugelassen." Erst nach der Pause wurde es brenzlig, als der Kray mit Wucht aus der Kabine kam und die in dieser Phase nicht so präsenten Klever unter Druck setzte. Doch neben der mannschaftlichen Geschlossenheit und guten Arbeitshaltung können sich die FC-Anhänger zwischendurch immer wieder an der individuellen Klasse ihrer Spieler erfreuen. Nach einer Stunde schickte Kürkciyan mit einem Diagonalpass Klein-Wiele auf die Reise, der sich im gegnerischen Strafraum durchsetzte und den Ball kontrolliert unten links zum 2:0 einschob. Als kurz darauf Fabio Forster mit einem Heber Pascal Hühner mustergültig bediente und der am herauslaufenden Torwart vorbei das 3:0 erzielte, war der Widerstand der Essener gebrochen.

Das vierte Tor durch den eingewechselten Robin Deckers schien für ihn persönlich von herausragender Bedeutung zu sein. Wie anders sollte Deckers ausgelassene Freude gedeutet werden. "Man hat darin gesehen, Robin war heiß wie Frittenfett", sagte Trainer Akpinar, der auch in den Spielen vorher stets darauf hingewiesen hatte, dass jeder Spieler seines Kaders wertvoll ist.

1. FC Kleve: Taner - Berressen, van Brakel, Dragovic, Saisov, Haal, Forster, Klein-Wiele (83. Braun), Terfloth, Hühner (81. Deckers), Kürkciyan (68. Geurtz).

Quelle: RP
 
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