| 00.00 Uhr

Emmerich
Studium oder Lehre auf den letzten Drücker

Emmerich. Die Zeit drängt. Wer jetzt noch nicht versorgt ist, hat durchaus die Chance, doch noch einen Platz zu ergattern. Die RP gibt Tipps. Von Julia Latzel

Bald ist es so weit: Dann erkunden wieder viele Erstsemester den Campus ihrer Uni und suchen die Vorlesungssäle. Andere Schulabgänger entschieden sich für eine Ausbildung und arbeiten bereits seit einigen Wochen.

Doch was ist, wenn jemand bis jetzt noch ohne Studien- oder Ausbildungsplatz ist? Gibt es noch eine Chance, auch jetzt noch einen Platz zu ergattern, und welche Alternativen gibt es?

Das Studium Für zulassungsbeschränkte Studiengänge sind die Fristen leider bereits abgelaufen, auch die Frist für das Losverfahren im Anschluss an die reguläre Vergabe der Studienplätze ist seit Ende September vorbei. Trotzdem gibt es die Möglichkeit, pünktlich zum Semesterstart im Hörsaal zu sitzen: "An der Uni Münster können sich Abiturienten bis einen Tag vor Vorlesungsbeginn für zulassungsfreie Studiengänge einschreiben", erklärt Andreas Zirkel, Leiter des Studierendensekretariats der Uni Münster. Da die Vorlesungen in Münster am 17. Oktober starten, muss die Einschreibung also spätestens am Freitag, 14. Oktober, bei der Uni eingegangen sein. Welche Studiengänge zulassungsfrei sind, kann man den Internetseiten der jeweiligen Universitäten entnehmen. Dieses Vorgehen ist auch bei anderen Unis zu finden.

Aber auch alle, die einen zulassungsbeschränkten Studiengang studieren wollen, müssen nicht lange auf ihre nächste Chance warten: Bereits im November/Dezember starten die Bewerbungen für das Sommersemester, und mit einem Wartesemester steigen die Chancen. Schreibt man sich dennoch für einen zulassungsfreien Studiengang ein, sollte man sich bewusst sein, dass die bis dahin angesammelten Wartesemester verfallen.

Die Ausbildung Etwas verlockender sieht es da momentan auf dem Ausbildungsmarkt aus. "Wir haben noch viele freie Ausbildungsstellen, teilweise auch in sehr beliebten Berufen", erzählt Silke Wunderlich von der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit in Geldern. In den Kreisen Kleve und Wesel gibt es unter anderem noch freie Stellen als Bäcker, Dachdecker, Elektriker für Energie und Gebäudetechnik, medizinische Fachangestellte, Koch oder im Gesundheitswesen als Altenpfleger oder Krankenschwester. "Wer noch in diesem Jahr mit der Ausbildung starten möchte, sollte sich rasch bei uns melden", so Silke Wunderlich. In der Agentur für Arbeit erhalten Interessierte kostenlos ein Beratungsgespräch, in dem auch alternative Berufe angesprochen werden, die dem eigentlichen Berufswunsch sehr ähnlich sind. Zudem werfen die Experten noch einen Blick auf die Bewerbungsunterlagen, üben Vorstellungsgespräche und bieten sogar Bewerbungscoachings an.

"In Einzelfällen bietet sich auch eine Einstiegsqualifizierung an. Dabei handelt es sich um ein Jahrespraktikum, bei dem die Jugendlichen in einem Betrieb arbeiten und zwei Tage die Woche zur Berufsschule gehen. Dieses Jahr kann bei der anschließenden Ausbildung auch angerechnet werden. Für wen dieses Angebot in Frage kommt, können wir in einem Gespräch klären", erläutert Silke Wunderlich. "Das Allerwichtigste ist, dass sich die Jugendlichen bei uns melden. Alles Weitere können wir dann besprechen." So ist eine Ausbildung auch für all diejenigen eine gute Alternative, die ihren Wunschstudiengang nicht bekommen haben und nicht bis zum Sommersemester warten wollen.

Die Alternativen Wer sich generell unsicher ist, welchen Beruf er erlernen möchte, für den ist vielleicht ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr das Richtige. Viele Institutionen bieten dieses Konzept an und ermöglichen so erste Einblicke in eine bestimmte Berufssparte sowie in das Arbeitsleben. Auch hier ist es jetzt noch nicht zu spät, sich um einen Platz zu kümmern. Unter www.bundes-freiwilligendienst.de sind freie Stellen in Deutschland und auch im Ausland aufgelistet. So zum Beispiel Stellen in einem Altenheim in Bocholt, in Kleve bei der sozialtherapeutischen Beratung und in der Biologischen Station in Wesel.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Emmerich: Studium oder Lehre auf den letzten Drücker


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.