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Rees
Weihnachtliches Rees mit guten Taten

Rees: Weihnachtliches Rees mit guten Taten
In der Fallstraße luden die Händler zum Markt ein (oben). Nebenan gab es in der Kasematte unterm Museum das Wichteln. FOTO: Michael Scholten
Rees. Weihnachtswichtel in der Kasematte unterm Museum, gleich nebenan der Markt der Einzelhändler auf der Fallstraße. In Millingen besuchte der Nikolaus die Kinder am Millinger Meer. Von Michael Scholten

Bis Karneval wollen die Reeser Weihnachtswichtel erst einmal pausieren. Spätestens um Ostern, wenn der Holunder blüht, beginnen Maria und Peter Scholten, Annette und Wolfgang Vergoossen, Gisela und Thomas Peters sowie Claudia und Jan Scholten aber wieder damit, für den zweiten Advent Marmeladen und Liköre zu kochen, Geschenke zu basteln und viele neue Ideen zu entwickeln. Denn ihre originellen Handwerksarbeiten, Präsente und Leckereien sind eine feste Größe bei den Weihnachtseinkäufen vieler Reeser geworden.

Zum zwölften Mal fand der zweitägige Basar statt, der einst auf dem Marktplatz begann, dann bei Pumpen Holzum und im ehemaligen Kultlokal Pilla Lola stattfand und seit vielen Jahre eine feste Heimat in der Kasematte des Städtischen Museums Koenraad Bosman gefunden hat. Als die ersten Käufer überpünktlich ins Museum kamen, waren die Weihnachtswichtel noch mit dem Aufbau beschäftigt und schickten die Kunden vorübergehend in die stadtgeschichtliche Ausstellung "50 Jahre Rheinbrücke Rees-Kalkar". Ab zehn Uhr wurde es dann gemütlich voll in der Kasematte: "Unsere Stammkunden wissen, dass sie am Samstag die größte Auswahl haben", sagte Jan Scholten.

Doch auch am Sonntag fanden die Besucher noch vieles, was sie verschenken können oder auch gern selbst konsumieren möchten: Liköre aus Früchten aller Art, auch Eierlikör, Plätzchen und Kekse, Schwarzbrot und Nussecken. Beim Duft von Glühwein und Bratapfel stöberten die Stammkunden und Zufallsbesucher umso lieber in den vielen Deko- und Geschenkartikeln. Neu im Angebot waren unter anderem Leuchtflaschen und kleine handbemalte Holzhäuser.

Auch der Erlös der zwölften Weihnachtswichtel-Aktion ist wieder für die Kinder in der Außenwohngruppe des evangelischen Kinderheimes Wesel in der Wittenhorst bestimmt. Mit früheren Verkaufserlösen konnten Anschaffungen wie Fahrräder, Kettcars, ein Riesentrampolin, Kicker und eine Musikanlage, aber auch Ausflüge, zum Beispiel zum Duisburger Zoo, finanziert werden. Mit den Einnahmen vom letzten Jahr wurde ein Tret-Traktor mit Anhänger gekauft, außerdem erhielt jedes Kind eine Kuscheldecke und durfte sich auch über neue Spielsachen von Lego, Duplo und Schleich freuen. Ferner konnte sich die neugegründete Wohngruppe an der Lohstraße über eine Musikanlage freuen. Für 2018 wünschen sich die Kinder neue Berg-Kettcars für die Jüngsten, ein Gesellschaftsspiel, große Sitzkissen, eine Spielküche und einen Kaufladen. Und der Ansturm am Wochenende lässt vermuten, dass die Reeser Weihnachtswichtel auch diese Wünsche erfüllen werden.

Gleich neben dem Museum schloss sich der Weihnachtsmarkt der Einzelhändler auf der Fallstraße an. Viele Läden waren geöffnet, auch der Caritas-Shop und das Lebenshilfe Center beteiligten sich am Programm. Ein Schmied führte sein Handwerk vor und bot auch Hufeisen an, in die er Buchstabe für Buchstabe jeden gewünschten Namen stanzte. Theaterpädagogin Silja Böhling-Buhl führte "Theaterstücke im Schuhkarton" vor, Doris Baumann erzählte Märchen, Musiker des Halderner Blasorchesters spielten weihnachtliche Lieder und auch der Nikolaus gab sich die Ehre. Nur wenig später und in anderer Besetzung, wurde der Nikolaus am Millinger Meer gesichtet. Bruno Ketteler setzte in edler Gewandung mit dem Ruderboot über und beschenkte die Kinder, die zuvor - begleitet von Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr und vom Tambourcorps - von der St.-Quirinus-Kirche zum Millinger Meer gelaufen waren. Am Adventssonntag sorgte der Kinderchor Millingen unter der Leitung von Hans-Bernd Rücker in St. Quirinus schließlich für noch mehr vorweihnachtliche Stimmung.

Quelle: RP
 
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