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Interview
Flüchtlingspaten beginnen Projekt Verkehrserziehung

Erkelenz. Frau Hudler, der Rotary Club hat im Juni aus dem Wettbewerb der guten Ideen die Flüchtlingspaten mit 1000 Euro bedacht. Was war der Hintergrund?

Petra Hudler Durch theoretische und praktische Verkehrserziehung sollen Flüchtlinge in die Lage versetzt werden, sich mit dem Fahrrad sicher im öffentlichen Verkehrsraum zu bewegen.

Wer hatte den Vorschlag eingereicht?

Petra Hudler Die Idee stammte aus den Reihen der Ehrenamtler, Alfred Geiger, der sich über die Betreuung von Flüchtlingen hinaus auch im Organisationsteam der Flüchtlingspaten engagiert. Ulrike Minkenberg als Sprecherin der Ehrenamtler hat dann den Vorschlag eingereicht. Die Rotarier hatten bereits unseren Willkommens-Leitfaden in Form eines Ordners unterstützt, in dem auch die wichtigsten Verkehrszeichen erklärt sind.

Ist Ihr Projekt "Verkehrserziehung" schon angelaufen?

Petra Hudler Wir haben die ersten Schritte getan und eine Fahrschule gefunden, die bereit ist, den theoretischen Unterricht für Flüchtlinge zu übernehmen. Die Polizei hat eine Multiplikatorenschulung durchgeführt, an der zwei unserer Ehrenamtler teilgenommen haben.

Und wie geht's nun weiter?

Petra Hudler Begonnen wird in der Theorie mit 20 Flüchtlingen, die schon etwas Deutsch können. Diese sollen dann das Erlernte an andere Flüchtlinge weitergeben. Das Projekt wird Mitte September starten.

Wofür wird die Zuwendung eingesetzt?

Petra Hudler Die Zuwendung wird für die theoretische Ausbildung eingesetzt. Die Fahrschule will zu vergünstigten Preisen arbeiten.

Das Tafel-Depot in Baal hat ein Lager für gespendete Räder. Ist die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ungebrochen?

Petra Hudler Die Spendenbereitschaft ist nach wie vor hoch, generell die Bereitschaft, Flüchtlingen und Bedürftigen zu helfen.

GABI LAUE FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
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