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Erkelenz
MHWirth hat Stellenabbau vollzogen

Erkelenz. Die im Februar mitgeteilte Zahl von 190 abzubauenden Stellen hat sich in Verhandlung mit dem Betriebsrat etwas reduziert. Von Andreas Speen

MHWirth will 190 von 570 Arbeitsplätzen streichen, so hatte es im Februar von einem der größten Erkelenzer Arbeitgeber geheißen. In der Verhandlung mit dem Betriebsrat habe sich diese zunächst geplante Zahl letztlich etwas reduziert, berichtet Einar Brønlund, Geschäftsführer von MHWirth in Erkelenz, ein halbes Jahr nach dieser Nachricht auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Zusagen, dass Erkelenz in dem norwegischen Gesamtkonzern weiterhin eine wichtige Rolle einnimmt und dass an diesem Standort in diesem Jahr investiert wird, haben Bestand.

Den vom Arbeitsplatzabbau betroffenen Mitarbeitern bot das Unternehmen an, in eine Transfergesellschaft zu wechseln, was die meisten laut Brønlund angenommen haben. "Die Details der Restrukturierung wurden mit dem Betriebsrat abgestimmt, und der Personalabbau wurde in der Transfergesellschaft sozialverträglich gestaltet. Es wurde intensiv und konstruktiv mit dem Betriebsrat verhandelt. Das gemeinsame Ziel war es, die Zukunftsfähigkeit des Standortes zu sichern und die dafür notwendigen Kompetenzen zu sichern", erklärt der MHWirth-Geschäftsführer. Inzwischen habe ein großer Teil der Betroffenen, die in die Transfergesellschaft gingen, neue Beschäftigungsverhältnisse begonnen. Die Öl- und Gasindustrie befindet sich Brønlund zufolge weiter in einer schwierigen Marktlage: "Es zeigt sich jedoch eine Tendenz, dass sich der Markt auf dem aktuellen Niveau stabilisiert." Sobald er sich erholt habe, prognostiziert Brønlund, werde es in den globalen Öl- und Gasmärkten auch wieder Investitionen geben. Darauf will MHWirth in Erkelenz vorbereitet sein. "2016 werden wir trotz des Marktrückgangs circa 3,3 Millionen Euro in den Standort Erkelenz investieren", hatte das Unternehmen im Februar angekündigt. Dazu erklärt dessen Geschäftsführer jetzt gegenüber unserer Redaktion: "2016 wurden bereits Investitionen in den Standort getätigt und weitere werden im zweiten Halbjahr erfolgen. Der Großteil davon fließt in die Produktentwicklung, mit dem Ziel unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken." MHWirth konzentriere sich weiterhin darauf, die Wettbewerbsfähigkeit der vorhandenen Produkte zu stärken. Dabei nehme der Standort Erkelenz "in unserem Gesamtkonzern eine wichtige Position" ein, teilt Einar Brønlund mit. MHWirth ist ein weltweit führender Anbieter von Bohrlösungen und Bohrdienstleistungen mit 2200 Fachkräften, Hauptsitz in Norwegen und Niederlassungen in 16 Ländern. Eine davon ist in Erkelenz.

Zur Standortzusage für Erkelenz gehört Brønlund zufolge außerdem, dass am 1. August acht neue Auszubildende im gewerblichen, kaufmännischen und technischen Bereich ihre berufliche Zukunft bei MHWirth begonnen haben.

Quelle: RP
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