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Erkrath/Haan
Fast alle 14-Jährigen sind Opfer von Internet-Hass

Erkrath/Haan. Viele Bürger fanden den Weg in die Aula des Schulzentrums Walder Straße, in die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll zur Podiumsdiskussion "Facebook & Co: Fluch oder Segen für die Demokratie?" eingeladen hatte.

Es wurde unter anderem diskutiert, in wie weit soziale Medien und gerade auch "social bots", die gezielt Falschmeldungen verbreiten, die Demokratie beeinflussen können und ob man heute noch in der Lage sei, diese Falschmeldungen von wahren zu unterscheiden. Auf die Frage, wie gerade Jugendliche mit dem Thema soziale Medien umgehen, nannte Noll eine repräsentative Umfrage, die ergab, dass bereits 91 Prozent aller 14-Jährigen Opfer von sogenannter "hate speech" (engl."Hassrede")im Internet wurden. Es entstand eine lebhafte Diskussion, wie Lehrer und auch Eltern ihre Kinder über die möglichen Gefahren, wie etwa Mobbing, aufklären können und auch müssen.

Sowohl Jürgen Brautmeier, Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Heine Universität in Düsseldorf, als auch Fabian Grundmann, Lehrer und Medienberater für den Kreis Mettmann, sprachen sich für Beratungsteams an Schulen aus. Dabei wurde das Projekt "Medienscouts" gelobt, das Jugendliche zu Streitschlichtern und Mediatoren ausbildet.

An dem Projekt der Landesanstalt für Medien nehmen bereits 13 Schulen im Kreis teil. Es sei deutlich geworden, dass das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (das sich gegen Hetze und gefälschte Meldungen in Netzwerken richten soll, Anm. d. Red.), "in einer erneuten Lesung im Bundestag ausgearbeitet werden muss", äußerte sich Noll.

(höv)
 
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