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Erkrath
Jugendliche Talente überzeugen die Zuhörer

Erkrath. Mehrmals im Jahr präsentiert die Jugendmusikschule bei Konzerten, was ihre Schüler gelernt haben. Während das Sommerkonzert im Juni noch teilweise mit einem Deutschland-Spiel bei der Fußball-EM kollidierte, stand der vollen Konzentration auf die Musik beim Kammerkonzert nichts mehr im Wege. Von Thomas Peter

Das Niveau war hoch, waren es doch vor allem die fortgeschrittenen Jugendlichen, die an Geige, Cello und Klavier Stücke klassischer (und zweier zeitgenössischer) Komponisten vortrugen. Doch auch die Kleinen wie die achtjährigen Marlene Zeh und Hiam Al-Noman konnten mit ihrem Duett für Violinen (F-Dur op. 179) von Johannes Kalliwoda schon überzeugen.

Immer wieder fühlt sich der jüngere Zuhörer bei solchen Konzerten an Soundtracks von Videospielen erinnert. Das war diesmal der Fall bei "Je pense à toi" von Kathy und David Blackwell, das von Anne Kohlhaas am Cello präsentiert wurde. Begleitet wurden die Streicher meist von Lehrerin Nina Hildebrand am Klavier. Nur für die zweite "Kooperation" zwischen Blackwell und Anne Kohlhaas kam die Hintergrundmusik vom Band, um für "Latin Nights" den typisch spanischen Klang zu schaffen. Erst 19 Jahre alt ist der Produzent Alan Walker, kaum älter als Timo Wache, der dessen Popsong "Faded" am Klavier spielte. "Das zeigt uns, wie vielseitig das Klavier ist", sagte Nina Hildebrand. "Tatsächlich ist keine Stilistik nicht spielbar". Natürlich gab es auch wieder Filmmusik. Sophie Zech intonierte "Fly" von Ludovicio Einaudi aus "Ziemlich beste Freunde", das je nach Interpretation sehr mysteriös oder einfach nur nach einem verregneten Tag klang.

Der heimliche Star der Jugendmusikschule, Roman Lux, war nach einem Auslandsaufenthalt in Chiba, Japan, auch wieder dabei. Der 19-Jährige beeindruckte vor allem dadurch, dass er sowohl die Geige (sein Hauptinstrument) als auch das Klavier gleichermaßen virtuos beherrschte. Es könnte sein Abschiedskonzert gewesen sein, denn im Oktober will er sein Lehramtsstudium in Sport und Biologie in Köln beginnen. Er hätte gerne auch Musik studiert, doch man muss ein Haupt- und ein Nebenfach belegen. "Da war mir Sport wichtiger", erklärt das Multitalent.

Quelle: RP
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