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Issum
Baerlaghof: Ein Abend über Goethe

Issum. Ein Schriftstellerporträt über Johann Wolfgang von Goethe stand im Mittelpunkt des neuen Literaturcafés der Volkshochschule Gelderland. Interessiert verfolgten die 28 Zuhörer in der gemütlichen Atmosphäre des Issumer Baerlaghofes den Ausführungen der Referentin Olivia Becker-Ernst, die bewusst weniger rezitierte, sondern die Lebensverhältnisse Goethes und damit eine weniger bekannte Seite des Schriftstellers in den Vordergrund stellte.

Johann Wolfgang von Goethe war das erste von sieben Kindern der Familie Goethe, wobei er, bedingt durch die hohe Geburtensterblichkeit in der damaligen Zeit, nur mit seiner Schwester Cornelia aufwuchs, die auch bei der Geburt ihrer Tochter verstarb. Die Zuhörer erfuhren, dass Goethe, der später als Minister in Weimar tätig war, über ein respektables Jahreseinkommen von umgerechnet 77.550 Euro verfügte; Lehrer verdienten damals etwa 2500 Euro im Jahr. Bereits mit sieben Jahren lernte er Latein und Griechisch und begann mit 16 Jahren sein Jura-Studium an der Universität.

Auch das Verhältnis von Goethe und Schiller fehlte nicht in der Beschreibung der Referentin. Sie stellte unter anderem eindrucksvolle Auszüge des Briefwechsels als Tonaufnahme vor. Es existieren 1009 Briefe aus der Zeit dieses Briefwechsels von 1794 bis 1805, erläuterte die Referentin. Der Autor, der mit den "Leiden des jungen Werther" über Nacht berühmt wurde, schrieb auch täglich "Zettelgen" - wie er es nannte - an seine Geliebte Charlotte von Stein, die mit dem herzoglichen Stallmeister verheiratet war. Die Referentin sprach von 1800 dieser Briefe.

So erfuhren die Hörer viele Details aus Goethes Lebensverhältnissen, auch, was aus seinem Erbe und der Goethefamilie geworden ist.

Quelle: RP
 
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